Vom Überleben als männliche Lesbe im kapitalistischen Feminat

Gilmartin hat in seiner Untersuchung zur Love-Shyness eine interessante Präferenz entdeckt. Love-Shys bevorzugen einen bestimmten Typ Frau und eine bestimmte Art der Schönheit, was sie von anderen gynephilen Männern unterscheidet und alternative unkonventionelle Kriterien für weibliche Schönheit begründet.

The fantasies enjoyed by these men typically entailed being warmly loved by very feminine, nurturant, non-assertive but liberal-minded women with long hair, beautiful faces, and very little or no make-up. They tended to fantasize women with a rather delicate, ethereal beauty, and with a gentleness and vulnerability that is not realistically likely to be found in today’s world.

(Gilmartin: Shyness and Love, S. 301)

Wichtig ist also neben einem Äußeren mit femininen Attributen (schönes Gesicht, langes Haar) auch die „innere Schönheit“. Den Love-Shys kommt es bei ihrer Partnerin auf eine fürsorgliche, unaufdringliche und liberal gesinnte Persönlichkeit an. Auch auf Sanftheit und Verletzlichkeit wird sehr viel Wert gelegt. Ich kann diese Präferenz für mich nur bestätigen. Exakt so ist es. Mehr noch:

(…) the need for a girl with a beautiful face tends to be far greater among love-shy men than it is among non-shy men. In fact, for most love-shys it is probably accurate to assert that the need for a girl with an esthetically pleasing, beautiful appearance dominates over all other needs. More succinctly, most love-shy men are prone to subordinate the desirability and importance of other feminine attributes (including those related to personality) to those which pertain to physical (and especially facial) beauty.

(ebenda, S. 302; Hervorhebung im Original)

Ganz so extrem sehen es sicher nicht alle Love-Shys oder männliche Lesben. Die physische Schönheit rangiert bei mir nicht über der Persönlichkeit. Beides ist gleichrangig. Eine Frau mit zu mir passender Persönlichkeit, aber ohne hinreichende ästhetische Qualitäten, zu begehren, wäre für mich wohl doch eine hohe, möglicherweise zu hohe, Herausforderung.

Die Ursachen für diese Präferenz, die sich in der Vergleichsgruppe aus nicht schüchternen Personen nicht entdecken ließ, sind unbekannt. Gilmartin erklärt zwar, dass Love-Shys versuchen, ihrem unerreichbaren Wunsch nach einer Partnerin, ersatzweise dadurch näher zu kommen, dass sie sich die bevorzugte, fiktive, Partnerin in ihrer Fantasie und in Tagträumen ausmalen; er weiß jedoch keinen Grund, warum die Vorstellungen so unrealistisch sind. Sie beziehen sich auch meist nicht auf eine verfügbare Frau aus dem sozialen Umfeld des Love-Shys.

Akzeptiert man die Theorie, dass der Zustand der männlichen Lesbe auf Cross-Sexualität zurückgeht, so lässt sich die Hypothese aufstellen, dass diese Präferenzen wenigstens partiell durch das teils weibliche (d. h. nicht virilisierte) Gehirn bedingt sind. So ließe sich die typisch weibliche Passivität der männlichen Lesbe bei der Partnersuche durch eine biologische Gegebenheit erklären. Wie viele weibliche Lesben ist die männliche Lesbe passiv. In ihrer Partnerpräferenz ist sie gynephil. Ferner bevorzugt sie eine Partnerin, die die romantische Initiative ergreift. Auch die Vorliebe für Sanftheit und Verletzlichkeit bei der idealen Partnerin scheint aus dem femininen Naturell der männlichen Lesbe hervorzugehen. Die an Männer gerichtete Erwartung, Frauen zu trotzen und sie zu „beschützen“ (wovor auch immer), ist folglich für männliche Lesben gänzlich unerfüllbar. Sie verlangen nach einer Partnerin, die so gleichberechtigt – emanzipiert („liberal-minded“) – ist, dass sie männliche Aggression nicht braucht (also sanft ist) und sehr geringe „Schutz“-Gesten bereits zu schätzen weiß (also sehr verletzlich ist/wirkt).

In Shyness and Love werden keine Beispiele gegeben, wie solche Frauen, die als Partnerin eines Love-Shys oder einer männlichen Lesbe in Frage kommen, aussehen könnten. Hier will ich – ein Bild sagt schließlich mehr als tausend Worte – in einigen Fotos zeigen, welche Frauen (welcher Typ Frau), berücksichtigt man nur den visuellen Eindruck, auf mich persönlich attraktiv wirken. Für andere männliche Lesben mögen die Präferenzen etwas anders liegen.

Kommentare zu: "Ein alternatives Ideal weiblicher Schönheit" (13)

  1. anonym schrieb:

    auf diesen Typ Frauen stehe ich auch

  2. […] bzw. in die er hineingezogen wird. Mich fasziniert (1.) Kyokos Schönheit, die genau meinem Schönheitsideal entspricht, (2.) dass sie den ersten Kontakt mit einer List initiiert, (3.) dass sie Antoine mit […]

  3. […] bleibt diese Möglichkeit verwehrt. Sie scheitern schon daran, wenigstens mit einer Frau, die ihren ästhetischen Ansprüchen genügt, in Kontakt zu […]

  4. […] dass ich mir vorstellen kann, sie zu lieben. Sie verfügte über die von Love-Shys so geschätzte Unaufdringlichkeit und Sanftheit. Sie schien mir damals eine relativ distinguierte und intellektuelle Person zu sein, die genau wie […]

  5. Snake Plissken schrieb:

    Inwiefern ist dieser Schönheitstypus „alternativ“? Es handelt sich geradezu um den klassischen Typ der Traumfrau. Primäre Merkmale sind eine geradezu disneyhafte Optik (lange wallende Haare, ebenmäßiges, perfektes Gesicht, ätherische Schönheit), und ein sanftes, passives und verständnisvolles Wesen, wie es bereits seit Jahrhunderten das Marien-Ideal darstellt. Es vereint also die beiden Klassiker „Disney“ und „Maria“ in sich und ist damit vieles, aber sicherlich nicht „alternativ“.

    Allerdings sind sowohl Disney als auch Maria fiktive Ideale; Disney ist eine Zeichentrickwelt, und über die historische Maria weiß man praktisch nichts. Sie stellen letztlich unerreichbar hohe Messlatten dar, an denen reale Frauen zwangsweise scheitern müssen; das entspricht dem Fall, dass sich eine Frau eine Mischung aus dem Intellekt von Albert Einstein und der Optik von Arnold Schwarzenegger wünscht.

    Verletzlichkeit ist eben solch ein klassischer Begriff; die Verletzlichkeit ist das Gegenstück zum „Beschützerinstinkt“. Wer nicht verletzlich ist, braucht keinen Beschützer, und insofern ist der Wunsch nach einer verletzlichen Frau, nach einer „Damsel in distress“, einer Prinzessin, die vom Drachen bedroht wird usw. (es gibt ganz viele Ausprägungen davon) ein sehr gewöhnliches, geradezu ordinäres Schönheitsbild.

    Ein interessanter Effekt ist, dass Love-Shys diesen Wunsch nach einer geradezu überirdischen Schönheit und Persönlichkeit als Pluspunkt ihres eigenen Charakters sehen. Das Phänomen ist nicht neu: In den Werken von Proust oder Joyce finden sich bereits vor hundert Jahren ganz ähnliche Ideen, man vergleiche dies auch mit dem Klischee der gepeinigten „Künstlerseele“, die ihre Besonderheit daraus ableitet, dass sie sich nur mit dem Besten, dem Ätherisch-Göttlichen, zufrieden gibt. Gilmartin beschreibt etwas Ähnliches, wenn er bilanziert, dass Love-Shys sich von Hässlichkeit geradezu persönlich angegriffen fühlen.

    Der Punkt ist, dass man dies auch anders sehen kann und in anderen Bereichen auch anders sehen würde. Jemanden, der sich auf materieller Ebene nur mit dem Besten zufrieden gibt, der teuersten Champagner ordert, nur im Ferrari umherfährt und seinen eigenen Privatjet besitzt, wird nicht als besonders kultiviert oder charakterlich hochstehend gesehen, sondern als dekadent, selbstsüchtig und eventuell sogar primitiv. Warum sollte das bei den Ansprüchen bezüglich des Partners anders sein?

    Übrigens sehen Love-Shys das genauso – sobald es um Frauen geht. Eine Frau, die nur die optisch ansprechendsten Männer auswählt, die zudem noch darauf achtet, dass diese Männer besonders maskulin sind (so wie der Love-Shy besonders feminine Frauen bevorzugt), würde von den Love-Shys wohl kaum als charakterlich besonders hochwertig wahrgenommen werden, sondern eher als oberflächlich und moralisch fragwürdig. Ihre eigenen ins Himmelhohe geschraubten Erwartungen sehen sie aber nicht als dekadent, nicht als selbstsüchtig („nur das Beste für mich!“), nicht als oberflächlich (auch wenn das oberflächliche Erscheinungsbild sehr wichtig ist), sondern als Beweis für ihren besonderen, herausragenden Charakter. Die Frau soll sie dafür lieben, dass sie solch enorm hohe Anforderungen stellen.

    Hinzu kommt noch ein ganz banales Problem für Frauen, die einen Love-Shy als Verehrer haben: Sie werden älter. Love-Shys brauchen junge, makellose, zeitlos schöne Frauen. Das Altern kann aber niemand verhindern, so dass die Frauen wissen, dass ihre Attraktivität innerhalb weniger Jahre in den Augen des Love-Shys verblassen wird; da für diesen Jugend und makellose Schönheit aber essentiell ist, wird der Love-Shy, der sie heute noch auf ein Podest hebt, in fünfzehn oder zwanzig Jahren vielleicht nur noch abgestoßen von ihr sein. Was für eine unerfreuliche Perspektive.

    • (Anm.: Links habe ich gekennzeichnet, da sie wohl nicht immer farblich kenntlich sind.)

      „Inwiefern ist dieser Schönheitstypus “alternativ”?“

      Steht doch oben in den Zitaten. Dem Geschmack der durchschnittlichen Männer entspricht er jedenfalls nicht. Ich sehe diese besonderen Präferenzen von Love-Shys als eine tolle Chance für solche Frauen, die normalerweise von Männern übersehen werden, doch einen Partner zu finden.

      „Sie stellen letztlich unerreichbar hohe Messlatten dar, an denen reale Frauen zwangsweise scheitern müssen“

      Komisch, ich sehe überall solche hübschen Frauen. Vielleicht liegt es daran, dass du auf hässliche Germfotzen (← Link) fixiert bist, oder eben daran, dass du nicht den Blick für diese Schönheiten, die man wohl überwiegend als Mauerblümchen einstufen kann, hast.

      „Ein interessanter Effekt ist, dass Love-Shys diesen Wunsch nach einer geradezu überirdischen Schönheit und Persönlichkeit als Pluspunkt ihres eigenen Charakters sehen.“

      Jetzt fantasierst du dir wieder was zusammen. Ich kenne die moralische Verurteilung des „bösen männlichen Blicks“ und die Einbildung, in der von „bösen“ Männern erfundenen Schönheitskonkurrenz unter Druck gesetzt zu sein, bloß von durchgeknallten Feministinnen. Gerade solchen Frauen, falls die nicht bloß eine Erfindung von Feministinnen sind, würden die Präferenzen von Love-Shys sehr entgegenkommen, da sie weder extrem geschminkte noch anderweitig gepimpte Frauen wollen. Es gibt sogar eine starke Präferenz für flache Brüste und einen zierlichen Körper, womit Frauen bei normalen Männern ja eher nicht punkten können.

      Ich kann deine Kritik an den Präferenzen der Love-Shys wirklich nicht nachvollziehen, zumal solche Präferenzen größtenteils genetisch bedingt sind und nicht beliebig gewählt werden können. Außerdem ist die Unterschiedlichkeit von Partnerpräferenzen bei Männern sehr vorteilhaft für Männer und Frauen. Stell dir mal vor, alle Männer würden auf Blondinen mit großem Busen stehen. Dann hätten alle anderen Frauen geringe Chancen, einen Partner zu finden, und nur wenige Männer würden Frauen nach ihrem Geschmack finden. Das alternative Schönheitsideal von Love-Shys ist insofern eine echte Bereicherung für alle.

      Die Verletzlichkeit wird deshalb von Love-Shys stärker begehrt, weil sie mit sehr schutzbedürftigen Frauen nichts anfangen können. Sie wollen eine gleichberechtigte und gleichwertige (aber auf keinen Fall genderistisch gleichgestellte!!!) Partnerin. Ich wüsste nicht, wie und wovor ich eine Frau beschützen sollte. Mir kommt dieser Beschützerzwang für Männer sehr archaisch und sexistisch vor. Heute gibt es kaum Gefahren, vor denen ein Mann seine Partnerin körperlich schützen könnte. Daher wäre es mir sehr angenehm, wenn eine Frau einfach in meiner Präsenz, in Berührungen, Umarmungen und ähnlichen Gesten schon Schutz genug sehen würde. Frauen, für die der Mann dauernd eine fulminante Alpha-Gewalttäter-Show abziehen muss, sind mir und vielen Love-Shys einfach zu anstrengend und zu fordernd. Für mich hat es einfach nichts mit Liebe zu tun, sich immer so als Gewalttäter inszenieren zu müssen. Da sind eben die Präferenzen unter Männern verschieden. Das sollte zu akzeptieren sein, dass in der Hinsicht nicht jeder Mann gleich ist. Auf das Alpha-Gehabe würden sicher auch manche Frauen gerne verzichten.

      „Jemanden, der sich auf materieller Ebene nur mit dem Besten zufrieden gibt, der teuersten Champagner ordert, nur im Ferrari umherfährt und seinen eigenen Privatjet besitzt, wird nicht als besonders kultiviert oder charakterlich hochstehend gesehen, sondern als dekadent, selbstsüchtig und eventuell sogar primitiv. Warum sollte das bei den Ansprüchen bezüglich des Partners anders sein?“

      Weil es keine Einigkeit darüber gibt, was bei weiblicher Schönheit für jeden (!) Mann optimal ist. Im Übrigen ist auch bei den von dir genannten Beispielen nicht so klar, was das Beste ist. Welcher Champagner der teuerste ist, lässt sich punktuell feststellen. Aber welcher der beste ist, unterliegt ja wohl dem individuellen Geschmack. Ich glaube auch nicht, dass sich Leute bei der Entwicklung ihrer Präferenzen für Sexualpartner darum scheren, wie sie von anderen bewertet werden. Sicher kann man Neigungen, die nicht opportun sind, unterdrücken und kaschieren. Aber wo wird das in unserer Gesellschaft in Bezug auf Frauen verlangt? Wenn überhaupt, dann gilt als unkultiviert, wer auf das Klischee des dummen Blondchens mit aufgespritzten Lippen und Riesenbusen steht. Dafür haben Feministinnen durch ihre Vergiftung der ganzen Kultur schon gesorgt, dass solche Frauen abgewertet werden.

      Warum unterstellst du, die geäußerten Neigungen der Love-Shys entsprächen nicht ihren wahren Neigungen? Warum sollten sie sich verstellen, wo sie doch überhaupt keinen Grund dafür haben? Es wäre mir nie in den Sinn gekommen, meine Wahl von Frauen davon abhängig zu machen, ob ich durch meine Wahl kultiviert erscheine. Das ist total absurd. Verlieben passiert einem einfach. Das plant man nicht. Es wird echt immer lächerlicher, wie verbissen und vergeblich du dich darum bemühst, Love-Shys und männliche Lesben in einem schlechten Licht erscheinen zu lassen. Nicht diese Menschen sind pervers oder krank, du moralinsaurer, von feministischem Hass getriebener, Spießer bist es.

      „Hinzu kommt noch ein ganz banales Problem für Frauen, die einen Love-Shy als Verehrer haben: Sie werden älter. Love-Shys brauchen junge, makellose, zeitlos schöne Frauen.“

      Und was hat das mit dem Alter zu tun? Es gibt tatsächlich zeitlos schöne Frauen. Gehe mal davon aus, dass sich die Präferenzen eines Love-Shys mit Partnerin (also eines ehemaligen Love-Shys) ändern werden. Genau das spricht auch Gilmartin an. Ich persönlich stehe z.B. auch auf Frauen, die bis zu 15 Jahre älter sind als ich, sofern sie noch eine relativ natürliche Ausstrahlung haben, was aufgrund der Popularität diverser Operationen leider heute immer seltener wird. Daran sieht man wieder, dass Love-Shys das größte Glück für Frauen sind. Denn gerade Frauen ab mittlerem Alter haben Schwierigkeiten, Partner zu finden, weil die meisten Männer nur auf (teils extrem) jüngere Frauen stehen. Love-Shys werden Frauen am wenigsten aufgrund ihres Äußeren unter Druck setzen.

      „Das Altern kann aber niemand verhindern, so dass die Frauen wissen, dass ihre Attraktivität innerhalb weniger Jahre in den Augen des Love-Shys verblassen wird; da für diesen Jugend und makellose Schönheit aber essentiell ist, wird der Love-Shy, der sie heute noch auf ein Podest hebt, in fünfzehn oder zwanzig Jahren vielleicht nur noch abgestoßen von ihr sein. Was für eine unerfreuliche Perspektive.“

      Widerliches Pudelgeschwätz! Mir kommen die Tränen. Seit wann setzen denn Frauen auf Treue? Frauen sind es doch fast immer, die langjährige Beziehungen aufkündigen und sich scheiden lassen. Keine Frau wählt einen Partner nach dem Kriterium, ob sie in zwanzig Jahren noch mit ihm zusammen sein wird. Im Gegenteil wird männliche Treue als Einengung empfunden. Die Femanze von heute muss sich schließlich periodisch „selbst finden“, was am besten mit einem Alpha-Schwanz in der Fotze zu gelingen scheint. Dir ist wohl kein feministisches Schauermärchen über Frauen als „Opfer“ des „bösen Patriarchats“ zu albern, um es mir nicht aufzutischen. Hast du denn die neue alte Wahrheit noch nicht mitbekommen? Achtung festhalten! Es hat niemals ein Patriarchat gegeben! (← Link)

  6. Snake Plissken schrieb:

    „Steht doch oben in den Zitaten. Dem Geschmack der durchschnittlichen Männer entspricht er jedenfalls nicht. Ich sehe diese besonderen Präferenzen von Love-Shys als eine tolle Chance für solche Frauen, die normalerweise von Männern übersehen werden, doch einen Partner zu finden.“

    Gute Frage – was ist denn der „durchschnittliche Geschmack“? Bei Pornos gibt es bekanntermaßen alles, von „petite“ bis „BBW“. Und in Hollywood-Filmen tauchen als weibliche Nebenrollen mindestens genauso oft Frauen vom Typus Vanessa Hudgens auf wie Frauen vom Typus Pamela Anderson. Ich zweifle daher, ob der durchschnittliche Mann wirklich nur auf möglichst große Oberweite achtet. Man darf nicht vergessen, dass viele Männer auch möglichst männlich und cool wirken wollen – und da ist ein Spruch der Marke „Geile Riesentitten“ vor den Kumpels natürlich hilfreich, selbst wenn er gar nicht so denkt.

    „Komisch, ich sehe überall solche hübschen Frauen. Vielleicht liegt es daran, dass du auf hässliche Germfotzen (← Link) fixiert bist, oder eben daran, dass du nicht den Blick für diese Schönheiten, die man wohl überwiegend als Mauerblümchen einstufen kann, hast.“

    Den Germfotzen-Artikel kenne ich bereits, trotzdem danke für die Link-Markierung. Meine persönliche Präferenz liegt eher bei selbstbewussten Frauen und weniger bei Mauerblümchen (ich hätte da Angst, bei meiner doch sehr direkten und frontalen Art diesen Typ Frau einfach zu überrennen). Was ja nicht schlecht ist – ein Konkurrent weniger für Dich.

    „Ich kann deine Kritik an den Präferenzen der Love-Shys wirklich nicht nachvollziehen, zumal solche Präferenzen größtenteils genetisch bedingt sind und nicht beliebig gewählt werden können.“

    Ich kritisiere zunächst einmal nicht die Präferenzen an sich – ob jemand auf große oder kleine Brüste steht, ist an sich egal – sondern den Glauben, man sei durch seine Präferenzen etwas „Besseres“ als der Durchschnittsmann. Übrigens habe ich die Beobachtung von Gilmartin – er beschreibt dort, dass Love-Shys weit überdurchschnittlich hohe Ansprüche an Frauen stellen und dies auch als Qualitätsmerkmal sehen, siehe das Kapitel über „Beauty and the Love-Shy“.

    „Außerdem ist die Unterschiedlichkeit von Partnerpräferenzen bei Männern sehr vorteilhaft für Männer und Frauen. Stell dir mal vor, alle Männer würden auf Blondinen mit großem Busen stehen. Dann hätten alle anderen Frauen geringe Chancen, einen Partner zu finden, und nur wenige Männer würden Frauen nach ihrem Geschmack finden.“

    Das ist mir klar. Ich habe lediglich bezweifelt, dass das Schönheitsideal der Love-Shys wirklich so „alternativ“ ist.
    Einen interessanten Aspekt dazu habe ich neulich in einem Artikel gelesen, den ich leider nicht mehr finde. Demnach hat sich die Darstellung von Schönheit in den letzten 20 Jahren drastisch verändert. Mit dem zunehmenden Einfluss der Nerd-Kultur – bei der Love-Shyness ja weit überproportional vertreten ist – hat sich auch der Blick auf weibliche Schönheit geändert, und die Darstellung von Frauen in Filmen. Man vergleiche die früheren Sexsymbole Pamela Anderson, Carmen Electra etc. mit den heutigen Mila Kunis, Jessica Biel, Scarlett Johansson usw.
    Das heißt – was früher alternativ war, bewegt sich heute mehr und mehr in den Mainstream hinein. Was auch ein Problem der heutigen Love-Shys sein könnte, da sie wesentlich mehr Konkurrenz haben als sie vor 30 Jahren gehabt hätten.

    „Mir kommt dieser Beschützerzwang für Männer sehr archaisch und sexistisch vor.“

    Ist er auch.

    „Daher wäre es mir sehr angenehm, wenn eine Frau einfach in meiner Präsenz, in Berührungen, Umarmungen und ähnlichen Gesten schon Schutz genug sehen würde.“

    Das ist auch lobenswert. Und genau jetzt kommt das Problem: Wie Du schon sagst, gibt es heutzutage nichts mehr, wovor man eine Frau jetzt körperlich beschützen müsste. Wir leben ja nicht mehr in der Steinzeit. Die größte Gefahr für eine Frau – und Frauen wissen das sehr genau, es wird ihnen von Müttern, Vätern, Freundinnen usw. immer wieder eingeschärft! – ist der eigene Partner. Wer den Eindruck macht, dass er gewalttätig gegenüber Frauen werden könnte, der wird die meisten Frauen abstoßen. Das ist auch der große Fail beim PickUp, weswegen diese tollen „Artists“ auch meistens nichts auf die Reihe kriegen (außer Bücher zu verkaufen). Wenn man Erfolg hat, dann vor allem bei merkbefreiten Frauen, die erst einmal auf den PUA hereinfallen, bevor sie ihn dann hinterher auch ablehnen.

    Sorry, wenn ich Dir das direkt ins Gesicht sage – aber rumlügen oder schöne Worte finden ist sicherlich nicht hilfreich – aber Du machst auf die Umgebung einen ziemlich psychopathischen Eindruck. Und der Eindruck zählt. Da kann mancher „Alpha“ tatsächlich deutlich schlimmer sein, sich aber vielleicht besser verstellen. Und dann eine Frau abkriegen, die er wer weiß wie misshandelt. Der Eindruck ist eine mächtige Sache, und bei Dir trieft der Eindruck „Frauenhass“ aus allen Poren. Wie willst Du so eine Frau von Dir einnehmen? Wie sie davon überzeugen, dass Du mit ihr eine gleichberechtigte Beziehung führen willst?

    „Warum unterstellst du, die geäußerten Neigungen der Love-Shys entsprächen nicht ihren wahren Neigungen?“

    Das habe ich nicht. Was ich aber sage, ist dass die Neigungen ein Problem darstellen, da die Neigungen eine nahezu makellose Schönheit und Jugend voraussetzen. Und die ist vergänglich, sogar recht schnell.

    „Es wird echt immer lächerlicher, wie verbissen und vergeblich du dich darum bemühst, Love-Shys und männliche Lesben in einem schlechten Licht erscheinen zu lassen. Nicht diese Menschen sind pervers oder krank, du moralinsaurer, von feministischem Hass getriebener, Spießer bist es.“

    Wenn Du noch eine Strohpuppe brauchst, sag Bescheid. Du kämpfst den falschen Kampf mit mir. Mag sein, dass Du mit Deinem sonstigen Umfeld den Kampf um die Definition der männlichen Lesbe ausfechten musst. Mit mir jedoch nicht; ich habe selbst zu lange darum gekämpft, nicht dem klassisch-männlichen Verhaltensideal angehören zu müssen, um jemand anderen für seinen Kampf dagegen zu kritisieren. Meine Aussage ist deshalb auch NICHT, dass Du endlich ein harter Mann werden solltest, um Deine Probleme zu lösen. Das ist Quatsch. Meine Aussage ist, dass Du ein gewaltiges Problem mit Deinem Frauenhass hast, der DIr jede mögliche Problemlösung verstellt. Du meinst, eine Frau würde nicht merken, wie Du heimlich von ihr denkst? Dass praktisch alle Frauen dumm, parasitär, gefährlich, bösartig und widerlich seien? Wenn Du kein Meister der Verstellung bist, dann werden sie es merken, und dann wird Dir auch ein Date nicht viel helfen.

    Vielleicht ist eines Deiner Probleme darin behaftet, dass Du – trotz aller Beteuerung – Dich selbst als „männliche Lesbe“ nicht gut akzeptieren kannst. Deswegen auch die Begeisterung für Gilmartin; der Mann ist einer der wenigen, die grundsätzlich positiv an die Probleme männlicher Lesben herangegangen ist. Und dadurch, dass Du jegliche Form von Feminismus ablehnst, obwohl ein großer Teil der Homo-, Queer- und Trans-Szene mit dem Feminismus verbandelt ist, findest Du natürlich auch praktisch keine Unterstützer. Erst recht nicht in der rechten maskulistischen Szene (eine linke gibt es ja kaum), für die die harte Männlichkeit die große Götzenstatue ist, die angebetet werden muss.

    Ich habe kein Problem mit dieser Selbstbeschreibung als männliche Lesbe. Im Prinzip sagt das vor allem aus, dass man als „weiblich“ geltende Verhaltensweisen nicht geringer schätzen soll als als „männlich“ geltende Verhaltensweisen. Zumal auch Männer diese weiblichen Verhaltensweisen zeigen können und auch Frauen männliche Verhaltensweisen. Ein klassisches Ergebnis der Gender-Theorie: Geschlechtliche Verhaltensweisen werden gemacht (Simone de Beauvoir) und hängen nicht an den primären Geschlechtsmerkmalen. Warum also soll nicht auch ein Mann einfühlsam, vorsichtig und fürsorglich sein können?

    Du glaubst, mein Problem mit Dir wäre, dass Du kein harter Mann wärst? Nein. Mein Problem ist, dass Du Frauen hasst. Das ist alles.

    „Und was hat das mit dem Alter zu tun? Es gibt tatsächlich zeitlos schöne Frauen. Gehe mal davon aus, dass sich die Präferenzen eines Love-Shys mit Partnerin (also eines ehemaligen Love-Shys) ändern werden. Genau das spricht auch Gilmartin an. Ich persönlich stehe z.B. auch auf Frauen, die bis zu 15 Jahre älter sind als ich, sofern sie noch eine relativ natürliche Ausstrahlung haben, was aufgrund der Popularität diverser Operationen leider heute immer seltener wird.“

    Das mag so sein. In diesem Fall ist das Alter dann kein Problem. Allerdings beschreibt Gilmartin – und an den muss ich mich halten, weil ich sonst brauchbare keine Quelle über Love-Shys habe – eben auch etliche Fälle, in denen auch ältere Love-Shys (jenseits der 40) vor allem von jungen Frauen träumen.

    „Widerliches Pudelgeschwätz! Mir kommen die Tränen. Seit wann setzen denn Frauen auf Treue? Frauen sind es doch fast immer, die langjährige Beziehungen aufkündigen und sich scheiden lassen. Keine Frau wählt einen Partner nach dem Kriterium, ob sie in zwanzig Jahren noch mit ihm zusammen sein wird.“

    Interessanterweise steht diese Aussage in diametralem Gegensatz zu der biolog(ist)ischen Behauptung, Frauen würden die Männer vor allem nach dem Konzept der Kinderaufzucht wählen, also langfristig denken, während Männer eher daran interessiert seien, ihren Samen möglichst weit und oft zu verteilen.
    Übrigens wird die Hälfte aller Ehen NICHT geschieden. Ein starkes Argument gegen die Behauptung, KEINE Frau würde ihren Partner nach Treue-Kriterien auswählen.

    Andererseits ist das für Dich ja auch nicht so wichtig. Was interessieren Dich Frauen, die sowieso nicht in Dein Beuteschema fallen? Besonders wenn, wie Du sagst, dieses Beuteschema sowieso alternativ ist, also nur wenig Konkurrenz beinhaltet? Salopp gesagt, brauchen Love-Shys, die nur 2% der Männer ausmachen, auch nur 2% der Frauen als mögliche Partnerinnen. Bei 50% ungeschiedenen Ehen sollte Untreue nicht das Hauptproblem sein, zumal die Frau mit ständig wechselnden Alpha-Partnern ja sowieso nicht Dein Zielobjekt wäre.

    Und übrigens: Frauen sind es nicht fast immer, die sich scheiden lassen:

    „Die Mehrheit der Scheidungen geht heute von den Ehefrauen aus (52,9 Prozent), nur 38,9 Prozent wurden von Männern beantragt. In den übrigen Fällen wurde die Scheidung von beiden Ehepartnern initiiert.“

    http://www.welt.de/politik/deutschland/article111470452/Die-Ehe-hat-nur-noch-eine-Fifty-fifty-Chance.html

    Das Verhältnis beim Einreichen von Scheidungen ist also etwa 4:3. „Fast immer“ ist da wirklich maßlos übertrieben.

    Die Frage, die sich also am Ende stellt, ist: Was genau willst Du? Und was bist Du bereit, selbst zu ändern?

  7. „Mit dem zunehmenden Einfluss der Nerd-Kultur – bei der Love-Shyness ja weit überproportional vertreten ist – hat sich auch der Blick auf weibliche Schönheit geändert, und die Darstellung von Frauen in Filmen. Man vergleiche die früheren Sexsymbole Pamela Anderson, Carmen Electra etc. mit den heutigen Mila Kunis, Jessica Biel, Scarlett Johansson usw.
    Das heißt – was früher alternativ war, bewegt sich heute mehr und mehr in den Mainstream hinein.“

    Das kann ich absolut nicht bestätigen. Oder meinst du damit, dass es seit einigen Jahren für Frauen als schick gilt, fette Brillen zu tragen? Ich zitiere mal das Frauenhaus, das irgendeinen Komiker zitiert: „In der Geschichte der Menschheit hat noch nie ein Mann Sex abgelehnt, nur weil die Farbnuancierung der Fingernägel und Zehennägel nicht zusammenpasste.“ Anders gesagt, eine Frau kann sich verstellen, zukleistern und behängen wie sie will. Was für mich als männliche Lesbe zählt, sind ihr Charakter und ihr naturbelassenes Aussehen. Zu den von dir Genannten: Mila Kunis würde ich wohl nicht von der Bettkante stoßen, die anderen sind hässlich. Inwiefern wären solche Frauen früher alternativ gewesen und sind heute Mainstream? Das hat doch nichts miteinander zu tun. Die beiden Eigenschaften sind unabhängig voneinander. Wenn es da überhaupt einen Trend gibt, dann ergibt sich der aus wechselnden Moden.

    „“Mir kommt dieser Beschützerzwang für Männer sehr archaisch und sexistisch vor.”

    Ist er auch.“

    Na endlich gibst du mal zu, dass es Sexismus gegen Männer gibt.

    „Die größte Gefahr für eine Frau – und Frauen wissen das sehr genau, es wird ihnen von Müttern, Vätern, Freundinnen usw. immer wieder eingeschärft! – ist der eigene Partner.“

    Ja, so geht die Ideologie. Vergessen wird immer, dass Frauen die größere Gefahr für ihren Partner (männlich oder weiblich) darstellen. Denn zur unmittelbaren Gewalt, in der Frauen den Männern keineswegs nachstehen, gesellt sich noch die praktisch unbegrenzte mittelbare Gewalt, der Zugriff auf die Staatsgewalt. Ich würde meine Liebste nie heiraten oder auch nur mit ihr zusammenleben. Das Risiko, ausgeplündert und der Staatsgewalt ausgeliefert zu werden, wäre viel zu hoch. Aber selbst das hilft ja nichts mehr. Da wird man dann vom Staat in ein „eheähnliches“ Verhältnis gezwängt mit allen Nachteilen der normalen Ehe.

    „Meine Aussage ist, dass Du ein gewaltiges Problem mit Deinem Frauenhass hast, der DIr jede mögliche Problemlösung verstellt. Du meinst, eine Frau würde nicht merken, wie Du heimlich von ihr denkst? Dass praktisch alle Frauen dumm, parasitär, gefährlich, bösartig und widerlich seien?“

    Für den Frauenhass fehlt immer noch ein Beleg. Wie ich denke, will ich vor Frauen gar nicht verbergen. Darum mag ich ja auch solche, die nicht dumm, parasitär, gefährlich, bösartig und widerlich sind. Ob es die gibt, ist freilich nicht ausgemacht. Aber solche Frauen liebe ich. Deshalb könnte dein dauernder Vorwurf des Frauenhasses nicht unpassender sein.

    „Deswegen auch die Begeisterung für Gilmartin; der Mann ist einer der wenigen, die grundsätzlich positiv an die Probleme männlicher Lesben herangegangen ist.“

    Der Mann ist nun mal der einzige, der darüber geschrieben hat. Love-Shys und männliche Lesben werden von der Wissenschaft seit Jahrzehnten ignoriert, obwohl Millionen Männer davon betroffen sind. Diese Ignoranz ist mir ein Rätsel. Vielleicht sollten wir mal nackt protestieren wie die Femen. Das geht aber nicht, weil Männer rechtlich nicht gleichgestellt sind. Exhibitionismus ist wieder nur für Männer definiert und strafbar.

    „Erst recht nicht in der rechten maskulistischen Szene (eine linke gibt es ja kaum), für die die harte Männlichkeit die große Götzenstatue ist, die angebetet werden muss.“

    Das ist wirklich unverständlich, wie rechte Gesinnung und Maskulismus zusammenpassen, ist Emanzipation doch ein linkes Anliegen und mit der von Rechten angestrebten Ausbeutung und Unterdrückung unvereinbar. Mir scheint – wenn ich ab und zu mal im m.E. größtenteils widerlichen WGVDL-Forum lese –, dass der Maskulismus hauptsächlich ein Sammelbecken für hitzköpfige Einfaltspinsel ist, die primär deshalb rechts sind, weil sie für links zu blöd sind. Dass Dummheit und rechte Gesinnung und Intelligenz und marxistische Wissenschaftlichkeit zusammengehen, ist auch keine neue Erkenntnis. Wie Stephen Colbert treffend sagte: „Reality has a well-known liberal bias.“ Entsprechend abstrus erscheinen dann auch die rechten Weltbilder. Ich habe bloß eine Vermutung, warum die Rechte (zumindest derzeit noch) so präsent im Maskulismus ist, und die verdanke ich Bertrand Russell: „The fundamental cause of the trouble is that in the modern world the stupid are cocksure while the intelligent are full of doubt.“

    „Ein klassisches Ergebnis der Gender-Theorie: Geschlechtliche Verhaltensweisen werden gemacht (Simone de Beauvoir) und hängen nicht an den primären Geschlechtsmerkmalen. Warum also soll nicht auch ein Mann einfühlsam, vorsichtig und fürsorglich sein können?“

    Ich lache mich kaputt. Diesen Unsinn kannst du nicht mit meinen Worten rechtfertigen. Ich lehne ihn ab. Der Genderquatsch ist höchst widersprüchlich, unempirisch und nicht mal zufällig irgendwo richtig, sondern rundweg falsch. Auf deine irrtümlich rhetorisch gemeinte Frage würde ich daher antworten: Weil seine Biologie ihn einfühlsam, vorsichtig und fürsorglich sein lässt. Diese Eigenschaften wurden in Männern in der Evolution begünstigt. Wie dir sicher nicht entgangen ist, folge ich der Erklärung von Gilmartin für Love-Shyness. Und die ist biologisch und gesellschaftlich, nicht genderideologisch. Hätte der Genderismus Recht, würde ich sofort beschließen, dass ich Alpha und von heißen Bitches umgeben bin. Denn Körperbau, Geschlecht, Geschlechtsidentität sind ja angeblich der freien Entscheidung unterworfen. Insofern ist auch jede Feministin selbst daran schuld, dass sie sich als verschmähtes Opfer konstituiert.

    „Interessanterweise steht diese Aussage in diametralem Gegensatz zu der biolog(ist)ischen Behauptung, Frauen würden die Männer vor allem nach dem Konzept der Kinderaufzucht wählen, also langfristig denken, während Männer eher daran interessiert seien, ihren Samen möglichst weit und oft zu verteilen.“

    Nein, du hast bloß null Ahnung von Evolutionsbiologie. Die biologische Behauptung ist ja eine ganz andere: Frauen wählen verschiedene Männertypen für verschiedene Zwecke, den Alphatyp als Samenspender und den Betatyp als Zahltrottel zur Aufzucht. Bei beiden Geschlechtern lässt das Interesse füreinander nach einigen Jahren nach, bei Frauen stärker als bei Männern, weil der Mann dann nicht mehr zur Aufzucht benötigt wird.

    „Andererseits ist das für Dich ja auch nicht so wichtig. Was interessieren Dich Frauen, die sowieso nicht in Dein Beuteschema fallen?“

    Wovon sprichst du? Ich habe mich gar nicht dazu geäußert, wie die Frauen, die mir gefallen, es mit der Treue halten könnten, oder was mir wichtig wäre. Ich bin halt Realist, erwarte nichts von Frauen. Ist mir auch egal, wie treu sie sind oder wie lange sie mit mir durchhalten. Rein sexuell würde es mich sogar reizen, wenn ich nicht der einzige Partner bin, was sich auch wieder evolutionär erklären lässt. Neben Rapeplay könnte ich mir da viele fantasievolle Spiele vorstellen. Ich sag ja, Frauen wissen gar nicht, was ihnen alles entgeht, wenn sie Love-Shys und männliche Lesben links liegen lassen, weil sie sich mit dem Mittelmaß zufrieden geben und sich ihrer Parasitennatur ergeben. Wir sind unverschuldet einsam und unerfahren, aber wir sind ganz und gar nicht naiv und oberflächlich.

  8. Snake Plissken schrieb:

    „Anders gesagt, eine Frau kann sich verstellen, zukleistern und behängen wie sie will. Was für mich als männliche Lesbe zählt, sind ihr Charakter und ihr naturbelassenes Aussehen.“

    Das mag sein. Die oben im Text abgebildete Dame ist jedenfalls recht stark geschminkt (auf jeden Fall Schminke, Eyeliner, Mascara und Lippenstift, die Augenbrauen sind gezupft) und würde naturbelassen deutlich anders aussehen. Und sie ist ganz sicher kein alternatives Schönheitsideal, sondern ein Mainstream-Schönheitsideal. Soll heißen, die meisten Männer würden sie sicherlich nicht von der Bettkante stoßen.

    „Die beiden Eigenschaften sind unabhängig voneinander. Wenn es da überhaupt einen Trend gibt, dann ergibt sich der aus wechselnden Moden.“

    Und die Mode der 80er und 90er war eben, sich möglichst weit weg vom naturbelassenen Aussehen zu bewegen. Sonnenstudio und gebleichte Haare, dicke Schminke, lackierte Fingernägel, Brust-OPs bei weiblichen Prominenten – das galt damals als normal. Heute gilt es eher als Proll-Schönheitsideal. Natürlich ist das Mode und keine Evolution oder sowas. Und die Mode wird heutzutage stärker von der Nerd-Kultur beeinflusst.

    „Na endlich gibst du mal zu, dass es Sexismus gegen Männer gibt.“

    Wie gesagt, Du kämpfst gegen mich den falschen Kampf. Natürlich gibt es Sexismus gegen Männer. Nur ist bei Dir immer das Feminat schuld, und es gibt für Dich NUR Sexismus gegen Männer (genauer: Love-Shys). Du denkst, wer nicht anerkennt, dass Du der einzige auf der Welt mit Problemen bist, der nimmt Deine Probleme nicht ernst.

    „Vergessen wird immer, dass Frauen die größere Gefahr für ihren Partner (männlich oder weiblich) darstellen. Denn zur unmittelbaren Gewalt, in der Frauen den Männern keineswegs nachstehen, gesellt sich noch die praktisch unbegrenzte mittelbare Gewalt, der Zugriff auf die Staatsgewalt.“

    Doch, Frauen stehen Männer in partnerschaftlicher Gewalt nach. Zumindest wenn man SCHWERE Gewalttaten nimmt. Die zugehörigen maskulistischen Studien machen nämlich einen Trick: Es werden einfach alle „Gewalttaten“ (wozu schnell auch Anschreien und Fluchen gezählt werden) auf einen Haufen geworfen und dann abgezählt. Da Frauen genauso oft schreien wie Männer, und Schreien sehr viel häufiger vorkommt als Vergewaltigung oder gar Mord, ergibt sich von der Zahl der Gewalttaten dann ein Verhältnis von beinahe 50:50. Dass man dort Melonen und Himbeeren in einen Topf wirft und einfach die Zahl der Früchte zählt, wird ganz bewusst gemacht. Ein dummer statistischer Trick, genügt aber, um einfachen Gemütern, die sich nach Selbstbetrug sehnen, das Argument „Frauen sind genauso gewalttätig wie Männer“ in die Hand zu geben. Nein, sind sie nicht. (Es scheitert schon schlichtweg daran, dass Männer Frauen in der Regel zusammenschlagen oder erwürgen können, Frauen Männer aber in der Regel nicht. Das ist also vor allem eine Konsequenz der unterschiedlichen Körperkraft und nicht notwendigerweise des Charakters.)

    „Ich würde meine Liebste nie heiraten oder auch nur mit ihr zusammenleben. Das Risiko, ausgeplündert und der Staatsgewalt ausgeliefert zu werden, wäre viel zu hoch.“

    Liebe benötigt Vertrauen. Das hast Du nicht. Gewissermaßen bist Du daher liebesunfähig, da Dir mindestens eine wesentliche Komponente dafür fehlt. Wie kann man jemanden lieben, wenn man jeden Moment davon ausgeht, dass man von dieser Person ausgeplündert, hintergangen und ans Messer geliefert wird?

    „Aber selbst das hilft ja nichts mehr. Da wird man dann vom Staat in ein „eheähnliches“ Verhältnis gezwängt mit allen Nachteilen der normalen Ehe.“

    Ach? Wenn man nicht mit einer Frau zusammenlebt, zwängt einen der Staat in ein eheähnliches Verhältnis? Das ist mir neu. Nur wenn Kinder dabei rauskommen, interessiert sich der Staat dafür. Ansonsten nicht.

    „Für den Frauenhass fehlt immer noch ein Beleg. Wie ich denke, will ich vor Frauen gar nicht verbergen. Darum mag ich ja auch solche, die nicht dumm, parasitär, gefährlich, bösartig und widerlich sind. Ob es die gibt, ist freilich nicht ausgemacht.“

    Schön, dass Du den Beleg direkt selbst lieferst. Erspart mir das Zusammensuchen weiterer Zitate.

    Dass Du ein Frauenideal hast, was positiv besetzt ist, ändert übrigens nichts an der Tatsache. Zumal Du bereits vermutest, dass keine Frau diesem Ideal entspricht. Können wir uns also darauf einigen, dass Du einen Frauenhass gegen (fast) alle EXISTIERENDEN Frauen hast? Die Frauen Deiner Fantasie seien davon meinetwegen ausgenommen.

    „Der Mann ist nun mal der einzige, der darüber geschrieben hat. Love-Shys und männliche Lesben werden von der Wissenschaft seit Jahrzehnten ignoriert, obwohl Millionen Männer davon betroffen sind. Diese Ignoranz ist mir ein Rätsel.“

    Wissenschaft beschäftigt sich in der Regel mit den Dingen, die viele Leute betreffen. Männliche Lesben sind sehr selten. Und „Millionen Männer“ sind bei Milliarden von lebenden Männern halt trotzdem nur ein sehr kleiner Teil. Love-Shys schätzt Gilmartin auf etwa 2%, männliche Lesben dürften noch deutlich seltener sein (wobei auch hier gilt: Da es sozial geächtet ist, sich als männliche Lesbe zu definieren, kann nicht mit Sicherheit gesagt werden, wieviele Betroffene es gibt).

    „Vielleicht sollten wir mal nackt protestieren wie die Femen. Das geht aber nicht, weil Männer rechtlich nicht gleichgestellt sind. Exhibitionismus ist wieder nur für Männer definiert und strafbar.“

    Die Femen-Aktivistinnen sind doch schon x-mal deswegen im Gefängnis gelandet. „Erregung öffentlichen Ärgernisses“ usw. Würde ich nicht empfehlen. Außerdem passt es nicht zum Anliegen. Man müsste als männliche Lesbe in Frauenkleidern demonstrieren; das würde vermutlich sogar tatsächlich einen gewissen provozierenden Effekt haben. Du brauchst dann aber ein paar tausend Gleichgesinnte.

    „Das ist wirklich unverständlich, wie rechte Gesinnung und Maskulismus zusammenpassen, ist Emanzipation doch ein linkes Anliegen und mit der von Rechten angestrebten Ausbeutung und Unterdrückung unvereinbar.“

    Ich finde es nicht unverständlich; meiner Erfahrung nach benutzen Maskulisten Männerrechte oft nur als Vorwand. Man hätte ja nach der Abschaffung des Wehrdienstes feiern können, immerhin war er eine der größten Benachteiligungen, die Männer erfahren mussten, weil sie Männer sind. Stattdessen hatte man den Eindruck, die Maskulisten seien sogar fast traurig, dass ihnen ein Argument entzogen wurde. Nun pocht man stattdessen darauf, dass die Wehrpflicht ja nur „ausgesetzt“ sei, also rein theoretisch eine Männerbenachteiligung irgendwann wieder existieren könnte. Männerrechte sind für diese Leute nur ein trojanisches Pferd; sie wollen keine Gleichstellung, keine Emanzipation auch von Männern gegen traditionelle Rollenbilder, sondern nur Frauenrechte abschaffen. Viele von den Maskulisten feiern das traditionelle männliche Rollenbild sogar.

    Man kann sich bei der Idee der Gleichstellung sowohl für Frauen- wie auch für Männerrechte einsetzen (beides ist wohl notwendig), aber das ist nicht die Absicht der meisten Maskulisten.

    „Ich lache mich kaputt. Diesen Unsinn kannst du nicht mit meinen Worten rechtfertigen. Ich lehne ihn ab. Der Genderquatsch ist höchst widersprüchlich, unempirisch und nicht mal zufällig irgendwo richtig, sondern rundweg falsch. Auf deine irrtümlich rhetorisch gemeinte Frage würde ich daher antworten: Weil seine Biologie ihn einfühlsam, vorsichtig und fürsorglich sein lässt.“

    Biologismus ist nachgewiesenermaßen unwissenschaftlicher Blödsinn, der durch NICHTS als durch Glauben belegt ist, und dem zumeist auch noch christliche Schöpfungsgedanken unterliegen. Während die Soziologie überzeugend zeigen kann, wie weibliche und männliche Verhaltensmuster eingeprägt werden, können Biologismen das nicht im Mindesten: Niemand kann erklären oder auch nur halbwegs belegen, wie Fürsorge in die DNA geschrieben wird; mehr als „Genetik, ist halt so!“ können Biologisten in diesem Zusammenhang nicht liefern. Und das ist ein Postulat, kein Beweis.

    Beispiel Love-Shyness: Die ist laut Gilmartin nicht genetisch, sondern eingeprägt. Du bist wahrscheinlich nicht deshalb ein Love-Shy, weil auf Chromosom 20 ein Basenpaar versehentlich vertauscht wurde (sonst wärst Du George Clooney geworden), sondern weil die Schüchternheit nie überwunden bzw. sogar sozial verstärkt wurde. Zwar gibt es Hinweise darauf, dass männliche Love-Shys sich früher als „normal“ für Mädchen interessieren, aber da hier eine sehr breite Verteilung vorliegt, ist „Normalität“ recht willkürlich. Und eine weit plausiblere Ursache als „Gen 4235 ist halt anders“ ist die Beobachtung, dass es für Liebesbeziehungen in so jungem Alter keine Akzeptanz gibt. Während also der 14-jährige, der zum ersten Mal verliebt ist, von seinem Umfeld positive Signale erhält, erhält der 8-jährige, der zum ersten Mal verliebt ist, in aller Regel kein Verständnis oder sogar negative Signale. Der 14-jährige lernt: Verliebtsein ist okay. Der 8-jährige lernt: Ich muss mich für Verliebtsein schämen. Also werden diejenigen, die früher das erste Mal verliebt sind, stigmatisiert, während die, die später das erste Mal verliebt sind, gefördert werden. Wann dieses erste Mal aber passiert, hängt natürlich auch von dem Umfeld und von den Mädchen ab, die sich in diesem Umfeld aufhalten.

    Aus rein rationalen Gedanken erscheinen mir daher soziologische Gründe für sehr viele beobachtete Verhaltensweisen sehr viel vernünftiger als biologistische, bei denen „es waren die Gene“ ein bloßes Postulat ist. So wie bei den Kreationisten „es war Gott“. Sie müssen es nicht einmal mehr beweisen.

    „Wie dir sicher nicht entgangen ist, folge ich der Erklärung von Gilmartin für Love-Shyness. Und die ist biologisch und gesellschaftlich, nicht genderideologisch. Hätte der Genderismus Recht, würde ich sofort beschließen, dass ich Alpha und von heißen Bitches umgeben bin. Denn Körperbau, Geschlecht, Geschlechtsidentität sind ja angeblich der freien Entscheidung unterworfen.“

    Nein, das ist Quatsch und hat mit Gender-Theorie nichts zu tun. Gender-Theorie sagt NICHT, dass ich morgen eine Kokosnuss bin, weil ich das so beschließe. Sie sagt auch NICHT, dass mir Brüste wachsen, wenn ich mich als Frau fühle. Das hat mit Gender-Theorie nichts zu tun.

    Die Gender-Theorie sagt, dass das, was wir normalerweise als „männlich“ oder „weiblich“ definieren, also z.B. Entschlusskraft, Kreativität, Aggressivität vs. Emotionalität, Empathie, Nachgiebigkeit usw. maßgeblich von der Gesellschaft aufgeprägt werden. Sie sagt, dass die Assoziationen, die wir zu „männlich“ und „weiblich“ haben, nicht „natürlich“ sind (also per Gensequenz ins Gehirn geschrieben wurden), sondern auf den gesellschaftlichen Prägungen beruhen, die uns von klein auf mitgegeben wurden. Für die Gender-Theorie ist eine „männliche Lesbe“ ein Beweis ihrer eigenen Gültigkeit: Würde man Dich von gesellschaftlichen Zwängen befreien, würdest Du Dich „weiblich“ verhalten, obwohl Du ein Mann bist. Da die gesellschaftlichen Zwänge aber da sind, tust Du es nicht. Wer weiß, wieviele Männer da draußen ihre „weiblichen“ Eigenschaften unterdrücken, weil sie gesellschaftlich nicht akzeptiert sind?

    Was wir sehen und als „normal“ beurteilen, ist bereits eine hochgradig gefilterte und genormte Geschlechterrealität. Das ist die Kernaussage der Gender-Theorie. Das bedeutet freilich auch, dass man seine Identität nicht einfach wechseln kann. Du kannst ja auch nicht einfach auf Knopfdruck vergessen, was Du in der Schule in Mathematik oder Geschichte gelernt hast, trotzdem ist Bruchrechnung nicht in Deiner Gen-Sequenz verankert. Sowenig wie man seine erlernten Fähigkeiten einfach löschen kann, kann man seine Geschlechteridentität einfach löschen. Du kannst also nicht einfach morgen zum „Alpha“ werden.

    Du magst den Begriff „Gender“ nicht mögen, aber Deine Argumentationsweisen laufen letztlich genau darauf hinaus. Auch die „Alphaisierung“ oder „Betaisierung“ von Männern basiert auf dieser Annahme; nach biologistischen Gesichtspunkten sollte das nicht möglich sein, da „Alpha“ und „Beta“ in die Gene geschrieben wären.

    Und ich wiederhole nochmal: „Ab morgen bin ich ein Eichhörnchen“ ist keine Gender-Theorie, sondern Stuss.

    „Nein, du hast bloß null Ahnung von Evolutionsbiologie. Die biologische Behauptung ist ja eine ganz andere: Frauen wählen verschiedene Männertypen für verschiedene Zwecke, den Alphatyp als Samenspender und den Betatyp als Zahltrottel zur Aufzucht.“

    Dem widerspricht, dass „zahlen“, also Eigentum, eine Erfindung vor etwa zehntausend Jahren ist, als die Menschen sesshaft wurden. In einem wandernden Clan macht das Konzept „Zahltrottel“ keinen Sinn, da alle Mitglieder des Clans sich aktiv an der Beschaffung von Nahrung, Kleidung etc. beteiligen müssen. Evolutionär sind zehntausend Jahre aber praktisch nichts. Die Evolutionsbiologie KANN diese Behauptung also gar nicht aufstellen, und tatsächlich tut sie es auch nicht. Erklärungen, bei denen die Evolution innerhalb weniger tausend Jahre alle Frauen und Männer umprogrammiert habe, sind biologistischer Quatsch und haben mit der Evolutionstheorie (man erinnere sich: Mutation und Selektion) nichts zu tun.

    • „Die oben im Text abgebildete Dame ist jedenfalls recht stark geschminkt (auf jeden Fall Schminke, Eyeliner, Mascara und Lippenstift, die Augenbrauen sind gezupft) und würde naturbelassen deutlich anders aussehen.“

      Die Dame? Ich sehe da sieben Mädchen, die kaum geschminkt sind. Sie entsprechen absolut nicht dem gängigen Schönheitsideal.

      „Natürlich ist das Mode und keine Evolution oder sowas. Und die Mode wird heutzutage stärker von der Nerd-Kultur beeinflusst.“

      Na toll, und was bringt mir das? Es gab auch früher Zeiten, in denen Mode, die mir gefällt, im Trend war, z.B. lange Haare in den 60ern/70ern. Aber was hat ein Love-Shy oder eine männliche Lesbe davon? Ob diese Mode von irgendwelchen „Nerds“ beeinflusst ist, ist auch egal. Dadurch dass eine Frau eine tolle Frisur hat, ändert sich nicht ihr parasitärer Charakter und sie wird auch nicht zum „Nerd“, der sich in männliche Lesben verliebt. Ich weiß auch gar nicht, was du immer mit deinen „Nerds“ hast. Ich habe weder den Eindruck, dass Love-Shys und männliche Lesben Nerds sind, noch dass sie weibliche Nerds besonders attraktiv finden. Du hast dich da in etwas verrannt.

      „Die zugehörigen maskulistischen Studien machen nämlich einen Trick: Es werden einfach alle “Gewalttaten” (wozu schnell auch Anschreien und Fluchen gezählt werden) auf einen Haufen geworfen und dann abgezählt.“

      Was soll dabei der „Trick“ sein? Wenn man eine gründliche Bestandsaufnahme machen will, muss man ja wohl jede Gewalt mitzählen. Wenn Frauen es bereits als Gewalt auffassen, sowohl von männlichen Blicken belästigt zu werden als auch von Männern ignoriert zu werden, dann ist es nicht gerechtfertigt, bei Gewalt gegen Männer plötzlich einen völlig anderen Maßstab anzulegen. Oder willst du wieder exklusiven Opferstatus für Frauen reklamieren? Dass Frauen noch auf die Staatsgewalt zugreifen können, hast du erneut unterschlagen.

      „Liebe benötigt Vertrauen. Das hast Du nicht.“

      Das ist ein Witz. Ich bringe jeder Frau, die mir auf den ersten Blick gefällt, tausendmal mehr Vertrauen entgegen als ich von einer Frau bekomme. Ich glaube an Liebe auf den ersten Blick, weil ich sie schon oft erlebt habe. Die Evolutionspsychologie gibt mir auch Recht. Männer sind Romantiker, neigen dazu, sich sehr schnell zu verlieben. Ich bin bereit, einer Frau, sofort meine Liebe zu schenken. Aber wenn sie sich schon als respektlose, zickige, arrogante, misandrische Lügnerin und Nutte entpuppt, wenn sie nur den Mund aufmacht, dann ist auch mein Vertrauensvorschuss dahin. Ich glaube, du verwechselst Vertrauen mit grenzenloser Dummheit.

      „Ach? Wenn man nicht mit einer Frau zusammenlebt, zwängt einen der Staat in ein eheähnliches Verhältnis? Das ist mir neu.“

      Ja, ist aber so. Verschärfte Ausbeutung bedeutet auch eine Verschärfung des Subsidiaritätsprinzips. Glaubst du, der Staat füttert gerne nutzlose Frauen durch? Dafür finden sich schon Dumme, Männer nämlich. Die sind dann plötzlich Teil der „Bedarfsgemeinschaft“ und müssen ihre Ficke ein Leben lang durchfüttern.

      „Können wir uns also darauf einigen, dass Du einen Frauenhass gegen (fast) alle EXISTIERENDEN Frauen hast?“

      Wir können uns darauf verständigen, dass ich mich nicht mit dummen, parasitären, gefährlichen, bösartigen und widerlichen Menschen einlassen will. Aus Selbstschutz rate ich jedem davon ab. Viele Männer lassen sich einlullen, weil ihnen – bildlich gesprochen – der Mösenduft das Hirn vernebelt.

      „Wissenschaft beschäftigt sich in der Regel mit den Dingen, die viele Leute betreffen. Männliche Lesben sind sehr selten. Und “Millionen Männer” sind bei Milliarden von lebenden Männern halt trotzdem nur ein sehr kleiner Teil. Love-Shys schätzt Gilmartin auf etwa 2%, männliche Lesben dürften noch deutlich seltener sein“

      Wissenschaft (hier: Medizin, Psychologie) beschäftigt sich auch mit Phänomenen, von denen weit weniger Menschen betroffen sind. Love-Shyness wird gezielt ignoriert. Oder wie erklärst du dir dann, dass Transsexualität oder Brustkrebs erforscht werden? Davon sind ja noch viel weniger Menschen betroffen. Warum gibt es ganze Lehrstühle für Pseudowissenschaften und Esoterikkram, wie etwa Genderismus und VWL? Da besteht nicht mal mehr der Anspruch, wissenschaftlich zu arbeiten. Ist das dann Beschäftigungstherapie für Frauen, die sich zu fein für Hausarbeit sind?

      „Man müsste als männliche Lesbe in Frauenkleidern demonstrieren; das würde vermutlich sogar tatsächlich einen gewissen provozierenden Effekt haben. Du brauchst dann aber ein paar tausend Gleichgesinnte.“

      Wenn die Gesellschaft Männer so weit akzeptieren würde, wenn sie so gleichberechtigt wären, dass sie nackt oder in Frauenkleidung demonstrieren könnten, gäbe es vermutlich keinen Grund mehr, zu demonstrieren.

      „Man hätte ja nach der Abschaffung des Wehrdienstes feiern können, immerhin war er eine der größten Benachteiligungen, die Männer erfahren mussten, weil sie Männer sind.“

      Die Wehrpflicht war eine Benachteiligung von tausenden Benachteiligungen. Ihre Abschaffung hat am Status des Mannes als Untermensch und Arbeitsdrohne nichts geändert.

      „Männerrechte sind für diese Leute nur ein trojanisches Pferd; sie wollen keine Gleichstellung, keine Emanzipation auch von Männern gegen traditionelle Rollenbilder, sondern nur Frauenrechte abschaffen.“

      Richtig, sie wollen die derzeitige Gleichstellung nicht, sondern Gleichberechtigung. Falsch, sie wollen die Emanzipation von Rollenbildern (z.B. Männer als Versorger und Gender Spending Gap zugunsten der Frauen) und sie wollen die Privilegien der Frauen abschaffen.

      „Biologismus ist nachgewiesenermaßen unwissenschaftlicher Blödsinn, der durch NICHTS als durch Glauben belegt ist“

      Das trifft auf den Genderquatsch zu. Biologie ist eine Wissenschaft. Glauben braucht man da nicht, weil Theorien empirisch überprüft werden.

      „Während die Soziologie überzeugend zeigen kann, wie weibliche und männliche Verhaltensmuster eingeprägt werden, können Biologismen das nicht im Mindesten“

      Du irrst dich. Geschlechtsspezifisches Verhalten ist genetisch angelegt. Schon Neugeborene legen es an den Tag, ohne dass ihnen irgendwer ein Verhalten beigebracht hätte. Blank-Slate-Theorien sind breit widerlegt. Siehe „The Blank Slate: The Modern Denial of Human Nature“ von Steven Pinker. http://mir.cr/TPD3RHZ1

      „Niemand kann erklären oder auch nur halbwegs belegen, wie Fürsorge in die DNA geschrieben wird; mehr als “Genetik, ist halt so!” können Biologisten in diesem Zusammenhang nicht liefern. Und das ist ein Postulat, kein Beweis.“

      Dass das Verhalten genetisch kodiert ist, ist klar. Bloß weil man noch nicht exakt erklären kann, wie die erforderlichen Hirnstrukturen konstruiert werden und wie das biochemisch-neuronale Gesamtsystem im Einzelnen funktioniert, folgt nicht, dass esoterische Ansätze richtig sind. Pseudowissenschaften kaschieren nur die Unkenntnis. Eine psychologische Wissenschaft muss auch nicht Erklärungen auf der Ebene von Molekülen abgeben. Es genügt, wenn ihre Aussagen – wie in jeder Naturwissenschaft – auf physikalische Sachverhalte reduzierbar sind. Für Erklärungen in einem kognitiven Modell gilt das potenziell. Für genderistische Theorien ist das absolut ausgeschlossen, weil ihnen jegliche empirische Basis fehlt. Zudem sind sie offen selbstwidersprüchlich bzw. inhaltsleer.

      „Beispiel Love-Shyness: Die ist laut Gilmartin nicht genetisch, sondern eingeprägt.“

      Du hast wohl ein anderes Buch von einem anderen Gilmartin gelesen. Gilmartin vermutet biologische Ursachen, insbesondere Fehler im hormonellen Milieu im Uterus, die dazu führen, dass das Gehirn nicht auf normale Weise virilisiert wird. Die sexuellen Präferenzen sind zwar auf das andere Geschlecht gerichtet, aber die eigenen Verhaltensweisen nicht sehr männlich. Die Genderideologie ist nicht nur hoffnungslos falsch, sondern auch extrem menschenverachtend, indem sie Menschen eine Verantwortung für gewisse Eigenschaften einredet, die mit Sicherheit außerhalb ihrer Verantwortung liegen. Darin gleicht sie religiösen Fanatikern, die auch glauben, Schwule seien selbst schuld an ihrer Sexualität und könnten umerzogen werden. Der Genderismus ist ein okkulter Freibrief für übelste Menschenversuche mit ganzen Gesellschaften. Wir erleben das in Deutschland.

      „Nein, das ist Quatsch und hat mit Gender-Theorie nichts zu tun. Gender-Theorie sagt NICHT, dass ich morgen eine Kokosnuss bin, weil ich das so beschließe. Sie sagt auch NICHT, dass mir Brüste wachsen, wenn ich mich als Frau fühle. Das hat mit Gender-Theorie nichts zu tun.“

      Dann kennst du aber deine eigene Ideologie schlecht. Denn genau das wird behauptet. Es heißt, alle Menschen seien gleich geboren und Geschlechter sozial konstruiert.

      „Die Gender-Theorie sagt, dass das, was wir normalerweise als “männlich” oder “weiblich” definieren, also z.B. Entschlusskraft, Kreativität, Aggressivität vs. Emotionalität, Empathie, Nachgiebigkeit usw. maßgeblich von der Gesellschaft aufgeprägt werden.“

      Und damit irrt sie sich eben. Trans- und Homosexuelle sind die beste Widerlegung dieses Unsinns. Würden bestimmte Eigenschaften in Abhängigkeit vom Körpergeschlecht durch die Gesellschaft den Menschen aufgeprägt, könnte es keine Trans- und Homosexuellen geben. Es gibt sie aber. Die Gründe sind biologische. Das Gehirngeschlecht stimmt nicht (vollständig) mit dem Körpergeschlecht überein, was auf Fehlentwicklungen während der Schwangerschaft zurückgeführt wird.

      „Sie sagt, dass die Assoziationen, die wir zu “männlich” und “weiblich” haben, nicht “natürlich” sind (also per Gensequenz ins Gehirn geschrieben wurden), sondern auf den gesellschaftlichen Prägungen beruhen, die uns von klein auf mitgegeben wurden.“

      Das mag sie schon sagen, beweisen kann sie es nicht. Die Evolutionstheorie hilft auch hier weiter. Das Differenzierungsvermögen zwischen den Geschlechtern muss sehr salient im Gehirn verankert sein, weil es sonst überhaupt keine geschlechtliche Fortpflanzung gäbe. Es gäbe schlichtweg kein Kriterium, wie potenzielle Sexualpartner zu erkennen wären. Mir ist klar, dass Geschlecht den Genderisten nur als eine Laune willkürlich definierender Leute gilt, die einfach Spaß daran haben, die Menschheit in zwei Gruppen zu teilen. Das ist deshalb so, weil Genderspinner nicht kapieren, dass Geschlechter überhaupt nur existieren, weil sich für gewisse Spezies die geschlechtliche Fortpflanzung als vorteilhafter erwiesen hat. Einen anderen „Sinn“ haben Geschlechter nicht. Eine weitere schöne Widerlegung des Genderquatschs sind Leute, die sich sexuell zu Gegenständen hingezogen fühlen. Denen kannst du „aufprägen“ so viel du willst. Die werden sich nicht dafür entscheiden, Menschen sexy zu finden. Da kannst du ihnen noch so viele Biologiebücher vorlesen oder Sexanleitungen (Pornos) vorführen.

      „Für die Gender-Theorie ist eine “männliche Lesbe” ein Beweis ihrer eigenen Gültigkeit: Würde man Dich von gesellschaftlichen Zwängen befreien, würdest Du Dich “weiblich” verhalten, obwohl Du ein Mann bist. Da die gesellschaftlichen Zwänge aber da sind, tust Du es nicht.“

      Ja, und? Inwiefern widerspricht das der biologischen Erklärung für Love-Shyness und männliche Lesben?

      „Dem widerspricht, dass “zahlen”, also Eigentum, eine Erfindung vor etwa zehntausend Jahren ist, als die Menschen sesshaft wurden. In einem wandernden Clan macht das Konzept “Zahltrottel” keinen Sinn, da alle Mitglieder des Clans sich aktiv an der Beschaffung von Nahrung, Kleidung etc. beteiligen müssen.“

      Es gibt keinen Widerspruch. Für Frauen sind Ressourcenbeschaffer attraktiv, egal welche Ressourcen gerade gefragt sind. Heute ist eben eher Geld und weniger Mammutfleisch gefragt. Das ist schon ein extrem albernes „Argument“, das du hier anführst.

  9. Snake Plissken schrieb:

    „Die Dame? Ich sehe da sieben Mädchen, die kaum geschminkt sind. Sie entsprechen absolut nicht dem gängigen Schönheitsideal.“

    Ich sehe zumindest in vier Bildern immer wieder dasselbe Mädchen, daher ging ich davon aus, dass es eine Bildreihe ein und dieselbe Person sei. Wie dem auch sei, die Mädchen sind wesentlich geschminkt. Da ich als Mann kein Experte dafür bin, habe ich die Bilder ein paar Frauen gezeigt, die mir bestätigt haben, dass hier eine Menge Schminke (und möglicherweise auch Photoshop) im Spiel ist. Natürlich relativ geschickt gemacht, schließlich sollen andere ja nicht sofort sehen, dass man sich zugekleistert hat.

    „Na toll, und was bringt mir das? Es gab auch früher Zeiten, in denen Mode, die mir gefällt, im Trend war, z.B. lange Haare in den 60ern/70ern. Aber was hat ein Love-Shy oder eine männliche Lesbe davon?“

    Du hast nichts davon, im Gegenteil. Was ich Dir damit sagen will, ist dass Du weit mehr Konkurrenz um die vermeintlich abseits des gängigen Schönheitsideals befindlichen Mädchen hast als Du glaubst. Mit den oben abgebildeten Damen würde ein wesentlicher Teil der Männer ins Bett steigen. Was wiederum bedeutet, dass es etliche Männer geben wird, die sie ansprechen und den Love-Shy an den Rand drängen.

    „Was soll dabei der „Trick“ sein? Wenn man eine gründliche Bestandsaufnahme machen will, muss man ja wohl jede Gewalt mitzählen.“

    Muss man. Aber wenn man eine Bestandsaufnahme der Kriminalität machen will, kann man nicht einfach Mord und Terrorismus in dieselbe Kategorie fallen lassen wie Falschparken. Wer es doch tut, bekommt Statistiken, die falsche Aussagen suggerieren. Demnach wären nämlich Mord und Terrorismus gegenüber der überbordenden Falschparkerei nahezu belanglos. Wer die Qualität der Gewalttaten absichtlich verschweigt und Anschreien genauso wertet wie Mord, der trickst in der Statistik herum.

    „Wenn Frauen es bereits als Gewalt auffassen, sowohl von männlichen Blicken belästigt zu werden als auch von Männern ignoriert zu werden“

    Dass unter Gewalt gegen Frauen das Ignorieren von Frauen zählt, ist eine freie Erfindung von Dir.

    „Dass Frauen noch auf die Staatsgewalt zugreifen können, hast du erneut unterschlagen.“

    Klar, weil Männer es auch können. Nochmal zum Mitschreiben: 98% der Anzeigen wegen sexueller Straftaten führen niemals zu einer Verurteilung des Angeklagten.

    „Das ist ein Witz. Ich bringe jeder Frau, die mir auf den ersten Blick gefällt, tausendmal mehr Vertrauen entgegen als ich von einer Frau bekomme. Ich glaube an Liebe auf den ersten Blick, weil ich sie schon oft erlebt habe.“

    Naja, da Du glaubst, dass Frauen null Vertrauen haben, ist „tausend mal mehr“ als null immer noch null.

    „Die Evolutionspsychologie gibt mir auch Recht. Männer sind Romantiker, neigen dazu, sich sehr schnell zu verlieben. Ich bin bereit, einer Frau, sofort meine Liebe zu schenken. Aber wenn sie sich schon als respektlose, zickige, arrogante, misandrische Lügnerin und Nutte entpuppt, wenn sie nur den Mund aufmacht, dann ist auch mein Vertrauensvorschuss dahin.“

    … und alle Frauen sind – laut Deiner Beiträge auf diesem Blog – ohnehin respektlose, zickige, arrogante, misandrische Lügnerinnen und Nutten. Wow, was für ein Vertrauensvorschuss!

    „Ja, ist aber so. Verschärfte Ausbeutung bedeutet auch eine Verschärfung des Subsidiaritätsprinzips. Glaubst du, der Staat füttert gerne nutzlose Frauen durch? Dafür finden sich schon Dumme, Männer nämlich. Die sind dann plötzlich Teil der „Bedarfsgemeinschaft“ und müssen ihre Ficke ein Leben lang durchfüttern.“

    Konkrete Beispiele bitte. Wie macht der Staat das? „Bedarfsgemeinschaft“ ist da das falsche Stichwort. Nur in der Ehe ergibt sich eine Pflicht zur Unterstützung des Partners, und nur für die eigenen Kinder ergibt sich eine Unterhaltspflicht. Eine Bedarfsgemeinschaft durch bloßen Sex existiert in unserem Rechtssystem nicht – es sei denn, es kommen Kinder dabei raus. Und meines Wissens nach wird in diesem Land niemand mit vorgehaltener Waffe gezwungen, zu heiraten.
    Und der Staat füttert „nutzlose“ Frauen genauso ungern durch wie „nutzlose“ Männer.

    „Wir können uns darauf verständigen, dass ich mich nicht mit dummen, parasitären, gefährlichen, bösartigen und widerlichen Menschen einlassen will. Aus Selbstschutz rate ich jedem davon ab.“

    Ich werte das als Bestätigung meiner Aussage.

    „Wissenschaft (hier: Medizin, Psychologie) beschäftigt sich auch mit Phänomenen, von denen weit weniger Menschen betroffen sind. Love-Shyness wird gezielt ignoriert. Oder wie erklärst du dir dann, dass Transsexualität oder Brustkrebs erforscht werden?“

    Brustkrebs kann alle Frauen treffen, daher ist das Beispiel schlecht. Eher schon Transsexualität, und über die ist ebenfalls bislang sehr wenig bekannt. Man weiß nicht einmal, wie sie entsteht.

    „Davon sind ja noch viel weniger Menschen betroffen. Warum gibt es ganze Lehrstühle für Pseudowissenschaften und Esoterikkram, wie etwa Genderismus und VWL? Da besteht nicht mal mehr der Anspruch, wissenschaftlich zu arbeiten.“

    Und das weißt Du als Experte für Gendertheorie und Volkswissenschaft natürlich.

    „Wenn die Gesellschaft Männer so weit akzeptieren würde, wenn sie so gleichberechtigt wären, dass sie nackt oder in Frauenkleidung demonstrieren könnten, gäbe es vermutlich keinen Grund mehr, zu demonstrieren.“

    Das würde natürlich bedeuten, dass das Bild der Frau nicht so abgewertet werden dürfte. Denn schließlich ist der Vorwurf(!) an diese Männer, dass sie sich wie Frauen verhielten. Wenn die schlimmste Beleidigung „Du Frau!“ ist, wer ist dann der höher Angesehene? Oder anders ausgedrückt, wenn man einen Weißen mit „Nigger“ beleidigen kann, aber einen Schwarzen nicht mit „Weißer“, wer ist dann höher gesellschaftlich angesehen? Der Schwarze? Echt jetzt?

    „Das trifft auf den Genderquatsch zu. Biologie ist eine Wissenschaft. Glauben braucht man da nicht, weil Theorien empirisch überprüft werden.“

    Biologismus ist keine Biologie. Für das, was Du hier an biologistischen Argumenten bringst, gibt es keine empirischen Überprüfungen, die einer kritischen Analyse standhalten würden. Merkt man schon daran, dass die Biologisten immer wissen, wie die Steinzeit aussah und was die Evolution wollte, obwohl jeder seriöse Biologe solche Fragen mit „das wissen wir (noch) nicht“ beantworten würde.

    „Du irrst dich. Geschlechtsspezifisches Verhalten ist genetisch angelegt. Schon Neugeborene legen es an den Tag, ohne dass ihnen irgendwer ein Verhalten beigebracht hätte. Blank-Slate-Theorien sind breit widerlegt. Siehe „The Blank Slate: The Modern Denial of Human Nature“ von Steven Pinker. http://mir.cr/TPD3RHZ1

    Klassischer Fehlschluss – weil man gewisse Unterschiede bei den Geschlechtern feststellt, ist alles, was man später beobachtet, genetisch festgelegt. Weil Mädchen rosa bevorzugen, ist dies genetisch angelegt? Falsch, vor hundert Jahren war rosa noch die Farbe der Jungs. Mädchen interessieren sich von Natur aus nicht für Physik? Falsch, in der Türkei studieren mehr Frauen als Männer Physik.

    Der logische Schluss „Es gibt genetische Unterschiede zwischen Männern und Frauen, daher ist das, was wir beobachten, alles genetisch bedingt“ ist ein klassischer Fehlschluss. In dem Zusammenhang kann ich Dir das Buch von Cordelia Fine, „die Geschlechterlüge“ (reißerische Übersetzung des Titels, im Original „delusions of gender“), empfehlen, das Du allerdings ohnehin nicht lesen wirst, weil der Autor eine Frau ist.

    „Dass das Verhalten genetisch kodiert ist, ist klar. Bloß weil man noch nicht exakt erklären kann, wie die erforderlichen Hirnstrukturen konstruiert werden und wie das biochemisch-neuronale Gesamtsystem im Einzelnen funktioniert, folgt nicht, dass esoterische Ansätze richtig sind.“

    Nein, das ist überhaupt nicht klar. Es ist das biologistische Postulat: Solange kein schlüssiger Gegenbeweis existiert, sind die Gene verantwortlich, wie auch immer es funktionieren mag. Das ist gleichwertig zum früher verwendeten Gottes-Postulat: Solange kein schlüssiger Gegenbeweis existiert, ist Gott dafür verantwortlich, wie auch immer er das getan haben mag.

    Denn man kann nicht nur „nicht exakt erklären“, wie es funktioniert, man kann es GAR NICHT erklären. Nicht ein bisschen. „Biochemisch-neuronales Gesamtsystem“ ist bloßes pseudowissenschaftliches Geschwurbel, gemacht um weniger geistig Begüterte vom Nachfragen abzuhalten. Fakt ist: Das Verhalten müsste hartcodiert auf der DNS-Sequenz vorliegen. Tauschte man das oder die betroffenen Gene aus, müssten sich die Verhaltensweisen entsprechend ändern. Mehr noch, bei fürsorglichen Personen müsste sich zuverlässig die entsprechende Gen-Kombination finden lassen. All das ist nicht beobachtet oder überprüft worden, es gibt keinen wissenschaftlichen Ansatz dafür, nicht einmal eine halbwegs belastbare Theorie.

    Vor hundert Jahren hat man vermutet, dass Kriminalität vererblich sei. Man hat Jahrzehnte nach den Kriminalitätsgenen gesucht – ohne Ergebnis. Dabei wäre es so ein schöner Traum gewesen: Durch Ausschaltung der Kriminalitätsgene würde man eine verbrecherfreie Gesellschaft erschaffen. Ging aber nicht.

    „Pseudowissenschaften kaschieren nur die Unkenntnis. Eine psychologische Wissenschaft muss auch nicht Erklärungen auf der Ebene von Molekülen abgeben. Es genügt, wenn ihre Aussagen – wie in jeder Naturwissenschaft – auf physikalische Sachverhalte reduzierbar sind.“

    Nein, das ist zu kurz gedacht. Die Reduktion ist dann erlaubt, wenn diese physikalischen Sachverhalte gut genug geprüft sind. Der Verzicht auf die Erklärung, wie konkret genetische Kodierung von Verhalten stattfindet, macht die Theorie angreifbar. Zumal es konkurrierende Theorien durch die Verhaltensforschung gibt.

    „Du hast wohl ein anderes Buch von einem anderen Gilmartin gelesen. Gilmartin vermutet biologische Ursachen, insbesondere Fehler im hormonellen Milieu im Uterus, die dazu führen, dass das Gehirn nicht auf normale Weise virilisiert wird.“

    Dann habe ich wohl wirklich ein anderes Buch gelesen. Schließlich legt Gilmartin in seinem Buch lang und breit dar, wie Love-Shyness durch Mitwirkung von Eltern und Gesellschaft anerzogen wird. So beschreibt er Fälle von nicht-schüchternen Männern, die in der Jugend durch ihre Eltern motiviert wurden, sich über die Schüchternheit hinwegzusetzen, während Love-Shys durch ihr Umfeld demotiviert wurden („er ist halt noch nicht soweit“, „das ist doch alles noch viel zu früh“ usw.). Und er behauptet, dass Love-Shyness sich andernfalls erst gar nicht manifestiert hätte.

    „Die sexuellen Präferenzen sind zwar auf das andere Geschlecht gerichtet, aber die eigenen Verhaltensweisen nicht sehr männlich. Die Genderideologie ist nicht nur hoffnungslos falsch, sondern auch extrem menschenverachtend, indem sie Menschen eine Verantwortung für gewisse Eigenschaften einredet, die mit Sicherheit außerhalb ihrer Verantwortung liegen.“

    Falsch, da die Gendertheorie dafür maßgeblich die Gesellschaft verantwortlich macht und nicht den Einzelnen.

    Darin gleicht sie religiösen Fanatikern, die auch glauben, Schwule seien selbst schuld an ihrer Sexualität und könnten umerzogen werden. Der Genderismus ist ein okkulter Freibrief für übelste Menschenversuche mit ganzen Gesellschaften. Wir erleben das in Deutschland.“

    Was wir in Deutschland erleben, sind übelste Menschenversuche, gerechtfertigt durch Biologismen, dass „Männer halt so sind und Frauen so“, rücksichtslos durchgezogen an denen, die überraschenderweise andere Verhaltensweisen zeigen als im Handbuch für den Sexisten vorgegeben.
    Deine Probleme jedenfalls resultieren NICHT aus der Gendertheorie. Oder glaubst Du, die Situation wäre für Dich vor hundert Jahren besser gewesen, als es noch keine Gendertheorie gab? Was glaubst Du, hätte das preußische Militär mit Dir gemacht, wenn Du denen etwas von „männlicher Lesbe“ erzählt hättest? Du spuckst auf alle, die die Gesellschaft so frei gemacht haben, dass Du hier ein Blog als „männliche Lesbe“ schreiben kannst, ohne von den Sittenwächtern wegen Volkszersetzung inhaftiert zu werden. Und gibst denen, die diese Errungenschaften teilweise mit schweren Repressalien oder dem Leben bezahlt haben, auch noch die Schuld an Deiner Misere.

    „Dann kennst du aber deine eigene Ideologie schlecht. Denn genau das wird behauptet. Es heißt, alle Menschen seien gleich geboren und Geschlechter sozial konstruiert.“

    Behaupte doch keine nachweislich falschen Dinge. Es wird nicht behauptet, alle Menschen seien gleich geboren und der Besitz eines Penis lediglich der Ausdruck des anerzogenen Wunsches des Fötus nach Männlichkeit. Unterschieden wird zwischen „Sexus“, dem biologischen Geschlecht, und „Gender“, dem sozialen Geschlecht. Die Gender-Theorie besagt nun, dass es so etwas wie „Gender“ überhaupt gibt, und fragt, welcher Teil von dem, was wir als „Geschlecht“ ansehen, angeboren und was anerzogen ist. Eine vollkommen berechtigte Frage. Was Du behauptest, sind nichts weiter als maskulistische Ammenmärchen, damit man sich nicht weiter damit beschäftigen muss. Vergleichbar mit religiösen Fanatikern, die Ungläubige direkt verteufeln und ihnen die absurdesten Dinge unterstellen (Pakt mit dem Teufel, Beischlaf mit Toten etc.), damit die Anhängerschaft sich nicht mit den Theorien dieser „Ungläubigen“ auseinandersetzen muss.

    „Und damit irrt sie sich eben. Trans- und Homosexuelle sind die beste Widerlegung dieses Unsinns. Würden bestimmte Eigenschaften in Abhängigkeit vom Körpergeschlecht durch die Gesellschaft den Menschen aufgeprägt, könnte es keine Trans- und Homosexuellen geben.“

    Das ist doch das, was ich sage? Würden bestimmte Eigenschaften in Abhängigkeit vom Körpergeschlecht aufgeprägt – biologistische Theorie – könnte man viele Dinge nicht erklären, das Verhalten von Homosexuellen zum Beispiel. Da muss dann schon das Hilfspostulat her, dass es „irgendwelche Fehlentwicklungen“ gegeben haben muss. Man kommt ins Schwimmen damit.

    „Das mag sie schon sagen, beweisen kann sie es nicht. Die Evolutionstheorie hilft auch hier weiter. Das Differenzierungsvermögen zwischen den Geschlechtern muss sehr salient im Gehirn verankert sein, weil es sonst überhaupt keine geschlechtliche Fortpflanzung gäbe. Es gäbe schlichtweg kein Kriterium, wie potenzielle Sexualpartner zu erkennen wären.“

    Bis zu dem Zeitpunkt, wo sexuelle Fortpflanzung das erste Mal stattfindet, hat doch jeder Heranwachsende in der Gesellschaft schon tausende Male mitbekommen, welche Partner nun dafür in Frage kommen oder nicht. Läufst Du blind und taub durch die Welt, um nicht zu sehen, wie stark das überall verankert ist? Man braucht dafür wahrlich keine Direktverankerung im Gehirn. Das ist kein Beweis gegen eine Verankerung im Gehirn, aber Evolutionstheorie ist hier nun wirklich zur Erklärung nicht nötig.

    Übrigens ist bei vielen Tierarten beobachtet worden, dass Fehlpaarungen stattfinden. Mit irgendwelchen Löchern, männlichen Partnern, Schuhen – männliche Karnickel z.B. rammeln alles. Da ist dann auch mal ein weibliches Karnickel dabei.

    „Mir ist klar, dass Geschlecht den Genderisten nur als eine Laune willkürlich definierender Leute gilt, die einfach Spaß daran haben, die Menschheit in zwei Gruppen zu teilen.“

    So ein Quatsch. Wenn Du ernstgenommen werden willst, dann lass solche Unsinnsaussagen. Es gibt ja durchaus nachvollziehbare Gründe dafür, dass strikte Geschlechterrollen aufgeprägt werden. Da braucht es keine willkürlichen Launen. Es gibt auch klare Hinweise darauf, wie sich diese Rollen mit der Zeit geändert haben, und dass sie z.B. im Biedermeier deutlich anders waren als in der Zeit des preußischen Militarismus.

    „Eine weitere schöne Widerlegung des Genderquatschs sind Leute, die sich sexuell zu Gegenständen hingezogen fühlen. Denen kannst du „aufprägen“ so viel du willst. Die werden sich nicht dafür entscheiden, Menschen sexy zu finden. Da kannst du ihnen noch so viele Biologiebücher vorlesen oder Sexanleitungen (Pornos) vorführen.“

    Das ist doch eher eine Widerlegung des Biologismusquatschs. Wie soll denn die Prägung auf Gegenstände evolutionär funktionieren, wenn es diese Gegenstände erst seit einigen hundert Jahren (oder noch weniger) gibt? Es ist doch offensichtlicher Unsinn, ein Gen für die sexuelle Anziehung zu iPads zu postulieren.

    „Ja, und? Inwiefern widerspricht das der biologischen Erklärung für Love-Shyness und männliche Lesben?“

    Die biologische „Erklärung“ ist halt bloß keine. Irgendwie ist irgendwann irgendwas mit irgendeiner Entwicklung schiefgelaufen, und bumm-zack: männliche Lesbe. Wenn Dich das als Erklärung bereits zufriedenstellt, dann bitte. Ich vermute aber eher genuines Eigeninteresse. Es geht Dir ja sehr stark darum, dass Du nichts tun musst an Deinem Zustand. Was ist da besser, als eine Erklärung, dass Dich der kosmische Bannhammer getroffen hat und Du halt absolut nichts dagegen tun kannst und der Rest der Welt gegen Dich ist?

    „Es gibt keinen Widerspruch. Für Frauen sind Ressourcenbeschaffer attraktiv, egal welche Ressourcen gerade gefragt sind. Heute ist eben eher Geld und weniger Mammutfleisch gefragt.“

    Und das Mammut wird natürlich von einem Mann alleine gejagt… Wenn Mammuts gejagt wurden, dann von der ganzen Gruppe. Wer will da hinterher differenzieren, welcher Teil des Mammuts nun wem gehört? Das ist eine moderne, eigentumsbasierte Definition, die in der Steinzeit keinen Sinn macht.

    • Dass die Mädchen geschminkt sind, ist mir nicht aufgefallen. So dezent ist das Make-up. Mir gefallen aber wirklich ungeschminkte Frauen, so wie diese hier: https://secure.flickr.com/photos/darling_da-ling/5395499231/ Es dürfte kein Zweifel bestehen, dass sie kein Make-up aufgetragen hat. Ich bevorzuge einen bestimmten Typ Frau: langes dunkles Haar, rundliches, kindliches Gesicht. Ich bestreite auch nicht, dass sehr wenige Männer solche Frauen von der Bettkante stoßen würden. Doch darum geht es nicht. Die Frage ist doch, welche Frauen sie sich überhaupt erst ins Bett holen würden. Und da sind die geschminkten und gepimpten Bimbos doch wesentlich populärer als solche Mauerblümchen. Würde der Bimbo-Look bei den meisten Männern nicht verfangen, würden nicht so viele Frauen dieses Ideal anstreben.

      „Wer die Qualität der Gewalttaten absichtlich verschweigt und Anschreien genauso wertet wie Mord, der trickst in der Statistik herum.“

      Frauen sind in Beziehungen gewalttätiger als Männer, sowohl körperlich als auch psychisch. Die psychische Gewalt der Frauen sollte nicht unter den Teppich gekehrt werden, weil sie mindestens genauso viel Leid verursacht wie körperliche Gewalt. Männer sind über Jahre gebrochene Personen wegen der massiven psychischen Gewalt, nicht weil eine Zicke mal hysterisch aufkreischt oder unbeholfen um sich schlägt. Und die weibliche Vergewaltigung ist in den Studien eh nicht berücksichtigt. Jeden Tag werden Millionen Männer weiblich vergewaltigt.

      „Dass unter Gewalt gegen Frauen das Ignorieren von Frauen zählt, ist eine freie Erfindung von Dir.“

      Auf so einen Unsinn würde ich nie kommen. Das ist auf dem Mist von Feministinnen gewachsen, damit sie auch eine Handhabe gegen die dressierten Pudel haben. Männer können es Frauen niemals recht machen, weil Frauen Widersprüchliches wollen. Darum sollte man es auch nicht versuchen.

      „Klar, weil Männer es auch können.“

      Nein, Männer können gegen Frauen nicht auf die Staatsgewalt zugreifen. Wenn ein Mann seine gewalttätige Partnerin aus der Wohnung entfernen lassen will, lacht sich die Polizei kaputt. (Diese Art der Bestrafung auf Zuruf und ohne Verfahren ist sowieso in einem angeblichen Rechtsstaat untragbar.) Er wird als Weichling und kein echter Mann verspottet, auch und gerade von Feministinnen. Ist er aber willensstark und wehrt sich, gilt er als Sexist, Vergewaltiger, Macho und Frauenhasser. Dabei wollen Frauen ja den willensstarken Mann, der ihnen eine Richtung weist. Nur das Strafrecht vereitelt diese Wünsche der Frau, die Sexobjekt sein will. Die heuchlerische Hetze der Feministinnen gegen alles, was Männer tun oder unterlassen, wendet sich so auch gegen die Interessen der normalen Frauen. Die Shittests der Frauen haben kein Maß mehr, schießen über das Ziel hinaus, weil sowohl ein Bestehen wie ein Scheitern des Mannes vom Feminatsstaat kriminalisiert wird. Entweder gilt ein Mann als sexistischer Gewalttäter oder als perverser Wichser, der keine Frau abkriegt (eigentlich der Traummann von lesbischen Feministinnen). Der Mann sitzt immer in der Falle des Feminats. Darum gehören alle Sexualstrafgesetze schon allein aus humanitären Gründen vollständig abgeschafft.

      „Naja, da Du glaubst, dass Frauen null Vertrauen haben, ist “tausend mal mehr” als null immer noch null.“

      Du hast mir doch darin zugestimmt, dass Liebe Vertrauen braucht. Nun gibst du also zu, dass Frauen liebesunfähig sind, weil sie nicht vertrauen können.

    • Du solltest dich über die ausufernde Frauengewalt gegen Männer informieren. Du bist nämlich komplett ahnungslos oder tust zumindest so. http://horizonte.momag.at/2012/essays/pro-anti-die-entrechteten-manner-indiens/
      Das dort Beschriebene gilt auch für Deutschland. Frauen sind gemeingefährliche Terroristinnen. Wer ihnen traut, dem ist kaum mehr zu helfen, der ist so gut wie verloren. Frauen sind der verbreitetste Feind der Menschheit. Sie sind überall, drohen überall, Männer in den Tod zu treiben. Wann ist mit dem Terror endlich Schluss? Wann werden der Frauengewalt endlich Notwehraktionen entgegengesetzt? Geredet wurde genug. Es ist Zeit zu handeln!

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