Vom Überleben als männliche Lesbe im kapitalistischen Feminat

Mit Game bin ich gescheitert. Nun probiere ich mal Stalking. Stalking sind jene Elemente von Game, die das Feminat durch seinen Gesetzgeber hat verbieten lassen. Der Zweck dieses Verbots ist, das Risiko für Männer bei Shittests zu erhöhen. Somit ist die Validität der Tests höher. Die Filterung der Kandidaten ist restriktiver, da alle aussortiert werden, die nur geringe Risiken eingehen. Die Tests werden also nur jene Männer bestehen, die bereit sind, sich von der Staatsgewalt verfolgen und ihr Leben ruinieren zu lassen, um in der Nähe einer Frau zu sein.

Dass Shittests heute komplett sinnlos sind, leuchtet unmittelbar ein. Keine Frau ist auf die Versorgung und den Schutz durch einen spezifischen Mann angewiesen, in einem Feminat, das Frauen rechtlich und materiell privilegiert, erst recht nicht. Dennoch besteht die biologische Notwendigkeit, dass ein Frauengehirn Testprogramme zur eingehenden und permanenten Prüfung potenzieller Sexualpartner ausführt. Vom Willen einer Frau sind diese Vorgänge relativ unabhängig und sie laufen größtenteils automatisch (d. h. unbewusst) ab. Mit der strafrechtlichen Sanktionierung gewisser Game-Elemente ist aber eine Grenze überschritten worden. Es herrscht keine Waffengleichheit mehr bei der Verführung. Frauen können nun Männer auf Zuruf von der Staatsgewalt wegsperren lassen. Trotzdem haben Männer keine anderen Möglichkeiten der Verführung und sie verfügen nicht über dieselben Mittel. Sie können Frauen, die sie weiblich vergewaltigen, nicht ebenfalls wegsperren lassen, weil die gesetzlichen Definitionen der Sexualdelikte nur dem Feminat dienen. Um einen Ausgleich zwischen den Geschlechtern zu schaffen, müssten alle Paragraphen zu Sexualdelikten aus dem Gesetz getilgt werden.

Die Strategie

Trotz dieser nachteiligen Lage für Männer will ich es mit Stalking versuchen. Ich will einer Frau eine Grußkarte mit einem Veranstaltungshinweis schicken, in der Hoffnung, dass ich sie auf der Veranstaltung treffen werde. Ich schreibe selbstverständlich anonym. Und da dort auch andere Personen auftauchen werden, kann ich immer noch glaubhaft bestreiten, dass ich ihr die Karte geschickt habe.

Ich überlege mir schon lange, wie ich eine Kontaktaufnahme gestalten könnte. Ich habe früher daran gedacht, einen Brief zu schreiben, in dem ich meine Gefühle darlege. Diese – aus heutiger Sicht – dumme Idee habe ich glücklicherweise verworfen, ehe ich genug Mut hatte, sie umzusetzen. Heute ist mir klar, dass ich damit meine Identität preisgegeben hätte und angreifbar gewesen wäre, und dass ich von der Adressatin wegen so viel Offenheit über meine Gefühle sofort als untauglicher Beta-Versager disqualifiziert worden wäre.

Meine Strategie ist nun, einfach einen Kontakt herzustellen und offen zu lassen, was sich daraus entwickeln soll. Da ich als männliche Lesbe eine weibliche Geschlechtsidentität habe, würde mir auch eine nicht-romantische Freundschaft mit einer Frau gefallen. Aber ich werde mich natürlich nicht vorschnell auf die Freundschaftsschiene abdrängen lassen. Wenn sie schon einen Freund hat, bekommt sie eben einen besseren. Mit dieser Haltung werde ich ihr begegnen.

Die Frau

Sie ist mit mir in dieselbe Schule gegangen, war in meinem Jahrgang. Was ich genau für sie empfunden habe, kann ich nicht exakt beschreiben. Sie war nicht meine erste Liebe, aber ich war lange von ihr fasziniert. Es gab längere Blickkontakte und sie war, glaube ich, auch gerne in meiner Nähe. Auf einem Klassentreffen hat sie sich neben mich gesetzt und mich absichtlich berührt. Ich wusste damals diese Zeichen nicht zu deuten, sonst hätte ich gehandelt. Heute bin ich mir ziemlich sicher, dass sie auch etwas für mich empfunden hat. Wie wird sie reagieren, wenn ich sie jetzt plötzlich kontaktiere? Ich denke mir, es wird nur schlimmer, je länger ich warte. Denn wenn sie wirklich auch nur ein kleines Gefühl der Zuneigung zu mir empfunden hat, ist es doch besser, sie heute wieder zu sehen, als nie. Sonst könnte sie mich vielleicht nie wieder sehen, obwohl sie sich das womöglich wünscht. Und falls sie nichts von mir will, dann hat sie wenigstens eine schöne Veranstaltung besucht.

Das waren meine Überlegungen, was für ein Treffen spricht. Ob sie auch so rational darüber denkt, vermag ich nicht einzuschätzen. Durch das Feminat sind ihr viele Mittel an die Hand gegeben, mein Leben zu zerstören. Wir leben in einem totalitären Polizeistaat, in dem öffentliches Fotografieren als Terrorakt gilt. Wie wird es da erst bewertet werden, wenn man unverlangt seine Meinung äußert, indem man jemandem eine Karte schickt? Ich halte staatliche Übergriffe aller Art für möglich. Falls ich mich länger nicht mehr melde, könnt ihr davon ausgehen, dass ich in irgendeinem CIA-Folterknast wegen Verbrechen gegen das heilige Feminat einsitze. Meint ihr, ich sollte das Risiko eingehen, als Sexualstraftäter und Terrorist für immer geächtet zu werden, bloß um eine Frau zu treffen? Welche anderen Optionen hat man als Mann im Feminat?

Kommentare zu: "Stalking im Selbstversuch" (6)

  1. http://www.helpline-sh.de/Stalking_Rechtliche.html

    So viel zur Definition von „Stalking“.
    Das hast du also vor?

    Es ist sehr interessant, was du so konstruierst:
    Erst entwickelst du eine (Verschwörungs-)Theorie vom real nicht existenten Feminat und nun gebrauchst du den Begriff „Stalking“ in einem völlig sinnentfremdeten Zusammenhang, benennst es schon fast als Waffe gegen dein Gedankengebäude namens Feminat.
    Ein Zirkelsschluss jagt den nächsten.

    „Wir leben in einem totalitären Polizeistaat, in dem öffentliches Fotografieren als Terrorakt gilt.“

    Ist das wirklich dein Ernst? Schon mal das Grundgesetz gelesen?
    Oder ist das auch ein Ergebnis von feministischen Feminist_innen, somit ein Stützpfeiler des misandristischen Feminats?

    Sagen dir die psychologischen Begriffe ‚Paranoia‘ und ‚Hysterie‘ was?
    [Hysterie kommt übrigens vom griechischen ‚hystera‘, was Gebärmutter bedeutet…Aber Sprache ist maskulistisch betrachtet ja null und nichtig ;)]

    • „Das hast du also vor?“
      Was ich vorhabe – bzw. vorhatte – steht doch da.

      „Erst entwickelst du eine (Verschwörungs-)Theorie vom real nicht existenten Feminat und nun gebrauchst du den Begriff “Stalking” in einem völlig sinnentfremdeten Zusammenhang, benennst es schon fast als Waffe gegen dein Gedankengebäude namens Feminat.“

      Die Belege für das Feminat sind leicht nachprüfbar. Es gibt einen Geldtransfer von Männern zu Frauen. Frauen werden rechtlich massiv bevorzugt.
      Warum ist das, was ich vorhatte, deiner Meinung nach kein Stalking? Könnte die Frau es nicht trotzdem so empfinden, etwa weil sie sich einbildet, sich bedroht fühlen zu müssen?

      „Ist das wirklich dein Ernst? Schon mal das Grundgesetz gelesen?“
      Was hat das Grundgesetz damit zu tun? Als ob das den Staat und seine Diener interessieren würde! Ich habe hingegen viele Berichte darüber gelesen, wie Leute wegen Fotografierens von der Polizei belästigt wurden. Dass Grundrechte heute nicht mehr gelten, ist doch nichts Neues. Mein Recht, meine Meinung in einem Brief an einen beliebigen Menschen zu äußern, wird durch den Stalking-Paragraphen ausgehebelt.

      • Einen Brief an jemanden zu schicken ist also Stalking?

        Interessant.. komisch, dass noch niemand die Deutsche Post verklagt hat..
        Aber vielleicht braucht es da einen Vorreiter, ich fange dann mal mit meinem Telefonanbieter an.

        Offenbar kennst hast du keine Ahnung von der juristischen Definition und auch kein Interesse deinen dürftigen Wissenshorizont dahingehend zu erweitern – oder hast du dir etwa tatsächlich mal meinen Link angeschaut?

        Dann mal her mit dem Beleg für den Geldtransfer. Wobei das allein ja noch nichts heißt.
        Die Gründe sind vielschichtig, wer ökonomisch ein wenig Wissen hat, blickt das auch.

        „Ich habe hingegen viele Berichte darüber gelesen, wie Leute wegen Fotografierens von der Polizei belästigt wurden.“
        Blitzerfotos? ;D

        • „Offenbar kennst hast du keine Ahnung von der juristischen Definition und auch kein Interesse deinen dürftigen Wissenshorizont dahingehend zu erweitern – oder hast du dir etwa tatsächlich mal meinen Link angeschaut?“
          Ich habe mir vor allem den Paragraphen im StGB mal durchgelesen. Der ist so vage formuliert, dass mein Vorhaben durchaus unter Stalking fallen könnte. Eine Diskussion dazu gab es bereits an anderer Stelle und aufgrund der Diskussion habe ich meinen Plan auch verworfen. Siehe meinen heutigen Artikel dazu.

  2. […] ursprünglichen Plan habe ich verworfen, nachdem mir versichert wurde (ab dem Kommentar am 27. Mai 2012 um 11:06 […]

  3. […] war eine mutmaßlich nicht psychopathische Frau, der meine letztlich aus gutem Grund nicht durchgeführten Stalkingversuche gelten sollten. Sie ist die einzige Frau, die ich heute noch in so positiver […]

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