Vom Überleben als männliche Lesbe im kapitalistischen Feminat

Meinen ursprünglichen Plan habe ich verworfen, nachdem mir versichert wurde (ab dem Kommentar am 27. Mai 2012
um 11:06 vormittags), dass mein Vorhaben tatsächlich als Stalking verfolgt werden könnte. Die Feminatsjustiz ist da erbarmungslos. Viel schlauer, wie mit Frauen umzugehen ist, die die ganze Gewalt des Feminats hinter sich wissen, bin ich nicht geworden.

Den Plan habe ich jetzt so abgeändert, dass ich nicht mehr so ganz anonym dabei bin und die Frau direkt anspreche. Im selben Diskussionsstrang schrieb ich (4. Juni 2012
um 7:10 nachmittags):

Ich habe meinen Plan verworfen, nicht weil ich ihn für nicht zielführend halte, sondern aus Angst vor dem Feminat. Ich will schlichtweg nicht die nächsten Jahre im Knast verbringen und in meiner Nachbarschaft als Beta=Stalker=Vergewaltiger=Kinderschänder=Raubmordkopierer=Terrorist gelten, bloß weil ich das Natürlichste der Welt getan habe, als gynephiler Mann/Lesbe mit einer Frau Kontakt aufgenommen habe.

Ich habe mir jetzt überlegt, dass ich unbedingt vermeiden muss, betamäßig zu wirken. Denn als Beta ist man ja potenzieller Vergewaltiger und schon mit einem Bein im Knast. Ich muss also alphamäßig wirken. Frauen stehen auf gewalttätige Männer. Die Frau muss jede Verantwortung an mich abgeben können. Sie muss das Gefühl haben, was immer zwischen uns geschieht (und sei es nur der gemeinsame Besuch dieser Veranstaltung), sei „einfach so“ passiert, weil ich es bestimmt habe und sie gar keine andere Wahl hatte. Wie kann ich also gewalttätig und willensstark wirken, ohne dabei als Gewalttäter gegen ihren Willen zu erscheinen? Wie kann ich als der Gewalttäter erscheinen, von dem sie sich gerne überwältigen lässt?

Ich habe nun vor, statt ihr anonym einen Hinweis auf eine Veranstaltung zu schicken, etwas mehr zu schreiben, in etwa so: Anrede („Liebe X“) – Wunsch, sie wieder zu sehen – Hinweis auf gemeinsame Schulzeit – Hinweis auf Veranstaltung – Vorschlag, sie soll mitkommen (nicht als Einladung oder Angebot, für sie zu bezahlen, formuliert) – Grußformel – meine Initialen (insgesamt sechs Sätze, handschriftlich)

Meint ihr das wäre vertretbar? Ich finde, es ist ein normaler Umgang zwischen Menschen. Aber was ist schon normal bei Frauen? Ich fürchte, es ist zu wenig alphamäßig. Die Gewaltkulisse fehlt noch komplett. Ich müsste viel forscher sein, ihr gar keine Wahl lassen, als mit mir mitzukommen, oder doch nicht? Was könnte ich noch verbessern? Ich soll ja (laut PU) nicht bedürftig wirken. Das Schreiben muss also so wirken, als würde ich ihr rein gefälligkeitshalber anbieten, mit mir an einer Veranstaltung teilzunehmen. Und sie muss sich ärgern, ja blöd vorkommen, wenn sie mein Angebot ausschlagen würde. Für die Veranstaltung muss sie übrigens gar nicht weit fahren und sie dauert auch nur eine Stunde, sodass sie leichter teilnehmen kann und eine Teilnahme vielleicht auch besser vor sich selbst rechtfertigen („na wenn es bloß eine Stunde dauert“) kann.

Eine vernünftige Antwort gab es darauf nicht mehr. Darum stelle ich die Idee hier zur Diskussion. Mich interessiert besonders die Meinung von Frauen. Würdet ihr das als Stalking empfinden? Wie kann man euch sonst kontaktieren, ohne gleich als würdeloser Wurm angekrochen zu kommen?

Kommentare zu: "Stalking im Selbstversuch (2)" (4)

  1. Snake Plissken schrieb:

    „Aber was ist schon normal bei Frauen? Ich fürchte, es ist zu wenig alphamäßig. Die Gewaltkulisse fehlt noch komplett. Ich müsste viel forscher sein, ihr gar keine Wahl lassen, als mit mir mitzukommen, oder doch nicht?“

    Wenn das so konstruiert ist, dass die Frau keine Wahl hat, dann ist es gesetzlich Nötigung. Das ist ja der Witz an der Sache: Du willst (aus welchem Grund auch immer) unbedingt eine Straftat begehen. Wenn die Anbahnung des Kontaktes nicht Nötigung, Stalking, Gewalt oder Bedrohung beinhaltet, dann verwirfst Du die Idee. Und fragst nach einer anderen, die eine Straftat beinhaltet, ohne eine Straftat zu begehen.

    Ich vermute ja fast, dass es sich dabei um Selbstrechtfertigung handelt. Man arbeitet einen Plan aus, der gar nicht funktionieren KANN, um sich dann hinterher sagen zu können, dass die anderen (die Gesellschaft, die Frauen, das Feminat usw.) daran schuld sind, dass es nicht geklappt hat.

    Aber welche Frau will schon von jemandem bedroht oder genötigt werden? Glaubst Du wirklich ernsthaft, die 20-30 Millionen Frauen, die hier in Deutschland herumlaufen und eine Beziehung haben, wurden alle in diese Beziehung gezwungen oder hineingedroht? Oder anderweitig „hineingealphat“? Wieviele solcher „Alphas“ soll es denn in der Gesellschaft geben?

    Normalerweise würde ich ja erwarten, dass jemand, der chronisch erfolglos ist, seine Denkansätze hinterfragt. Dies bleibt hier aber völlig aus, im Gegenteil, es wird immer noch eine Lage Absurdität draufgesetzt. „Frauen wollen von Fremden mittels anonymem Briefkontakt zu Zwangshandlungen genötigt werden“ – was kommt als nächstes? Frauen stehen darauf, dass man vor ihren Augen ihren Hund erschießt, um Stärke zu demonstrieren?

    Die Frage ist, ob Du überhaupt noch ernstlich gewillt bist, eine Beziehung einzugehen, oder ob es nur noch darum geht, Rechtfertigungen für Dein misogynistisch-gewalttätiges Weltbild zu konstruieren, das eigentlich nicht in das Selbstbild des „netten, empfindsamen Kerls“ passt.

    • „Wenn das so konstruiert ist, dass die Frau keine Wahl hat, dann ist es gesetzlich Nötigung.“

      Einer Frau einen Brief schicken ist also Nötigung. Was darf man als Mann überhaupt noch? Darf ich noch atmen oder ist das schon Terrorismus? In deinen Kommentaren bestätigst du (unabsichtlich) eine These von mir: Frauen sind privilegiert, Männer haben nicht dieselben Menschenrechte.

      „Du willst (aus welchem Grund auch immer) unbedingt eine Straftat begehen.“

      Wie kann man mich nur so missverstehen? Ich wollte damals einfach nur eine Frau kontaktieren. Ich habe es aber nicht getan, weil ich vom Feminat nicht verfolgt werden wollte. Ich wollte gerade keine Straftat begehen.

      „Die Frage ist, ob Du überhaupt noch ernstlich gewillt bist, eine Beziehung einzugehen, oder ob es nur noch darum geht, Rechtfertigungen für Dein misogynistisch-gewalttätiges Weltbild zu konstruieren, das eigentlich nicht in das Selbstbild des “netten, empfindsamen Kerls” passt.“

      Weder noch! Damals (Juni 2012) wollte ich durchaus noch eine Beziehung zu einer Frau. Wie du an meinen letzten Artikeln siehst, hat sich das geändert. Wer Frauen durchschaut, kann sie nicht mehr lieben. Frauen sind hier im Feminat nicht zu Liebe fähig. Ich will einen gleichwertigen Menschen lieben und geliebt werden und keine Parasitin durchfüttern.

      • Snake Plissken schrieb:

        „Einer Frau einen Brief schicken ist also Nötigung. Was darf man als Mann überhaupt noch?“
        Erst lesen, dann verstehen, dann antworten. Gesetzt den Fall, es gelänge, den Brief so zu schreiben, dass sie das Gefühl hat, aufgrund der „Gewaltkulisse“ (Originalzitat) keine Wahl zu haben, DANN ist es eindeutig Nötigung. Nur dann. Das Schreiben eines Briefes allein ist natürlich noch keine Nötigung.
        Man kann natürlich auch absichtlich falsch verstehen, um nicht auf Argumente eingehen zu müssen.

        „Wie kann man mich nur so missverstehen? Ich wollte damals einfach nur eine Frau kontaktieren. Ich habe es aber nicht getan, weil ich vom Feminat nicht verfolgt werden wollte.“
        Man wird nicht verfolgt, weil man einen (Liebes-)Brief schreibt. Man wird verfolgt, wenn man jemanden STALKT. Permanente Verfolgung, Bedrohung, Telefonterror, Aufbau einer Gewaltkulisse, die die Frau in Angst versetzt. DAS ist kriminell. Dass jemand für ein einfaches „Hey, erinnerst Du Dich noch an mich? Hast Du Lust, Dich mal wieder mit mir zu treffen und über alte Zeiten zu reden?“ in Briefform strafrechtlich belangt wird, ist vollkommener Blödsinn. Das einzige, was schieflaufen kann, ist, dass sie nicht oder mit „nein“ antwortet. Und ein „würdeloser Wurm“ ist man dadurch auch nicht.

        „Frauen sind hier im Feminat nicht zu Liebe fähig. Ich will einen gleichwertigen Menschen lieben und geliebt werden und keine Parasitin durchfüttern.“
        Der Widerspruch, dass keine Frau zu Liebe fähig ist, und Deiner Selbstbeschreibung der eigenen „weiblicher Erlebens- und Emotionswelt“ mit dem Wunsch nach Liebe, ist Dir aber aufgefallen, oder?
        Das „Feminat“ kann mit der Liebesfähigkeit wohl kaum etwas zu tun haben. Immerhin lässt sich Liebe – und das solltest Du aus eigener Erfahrung wissen – weder verbieten noch wegregulieren. Entweder jemand ist zu Liebe fähig, oder nicht. Egal in welchem Gesellschaftssystem.

  2. […] mutmaßlich nicht psychopathische Frau, der meine letztlich aus gutem Grund nicht durchgeführten Stalkingversuche gelten sollten. Sie ist die einzige Frau, die ich heute noch in so positiver Erinnerung halte, dass […]

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