Vom Überleben als männliche Lesbe im kapitalistischen Feminat

Die bürgerliche Psychologie ist keine Wissenschaft, weil sie für ihren Gegenstand wesentliche Bereiche systematisch nicht berücksichtigt, unkritisch die herrschende Ideologie übernimmt und sich herrschende Moralurteile zu eigen macht. Folglich sind auch die vermeintlichen Problemlösungen, die sie in Therapien nicht konformen Subjekten aufdrängen will, nicht wissenschaftlich fundiert und somit inadäquat. Dies sowie die Korrumpiertheit der konventionellen Psychologie scheint auch Gilmartin zu erahnen, wenn er in „Shyness and Love“ Gründe anführt, warum ein alternativer Ansatz zur Therapie von Love-Shys, die sog. Practice-Dating Therapy, nicht zur Anwendung kommt – ein Umstand übrigens, der sich in den letzten 30 Jahren nicht gebessert hat:

More succinctly, traditionally oriented psychotherapists (who are usually the ones with the power and influence) believe in stressing adjustment both for themselves as well as for their clients. In recent years the entire field of psychiatry has been soundly criticized for this. To be sure, adjustment of a person to his/her social environment is healthy up to a point. On the other hand, adjusting to various forms of social pressure, oppression and injustice is not healthy.

(…)

The conventional therapist believes that love-shy men need to „adjust“ to the currently prevailing norms which prescribe the assertive role for men vis-a-vis women, and which prescribe that all young men must be able to handle ambiguity (practice-dating is a highly structured sort of program). The conventional therapist similarly believes that any matchmaking activity done by a therapist on behalf of a shy person is merely a „cop out“. (The coloquial term „cop out“ has become for most psychotherapists a kind of „pat“ rejoinder for any idea of which they disapprove. Utter the words „cop out“ and it automatically becomes unnecessary to use the thinking faculty for coming up with a real argument or rejoinder.)

(…)

Traditional therapists typically believe (by action if not by intellectual conviction) in forcing square pegs into round holes, and in catalyzing people into „adjusting“ their personalities to the way things are. Hence, most of them are socially and politically conservative; e.g., „society’s alright; it’s the patient who must change“. Most traditional therapists are „wedded“ (intractably committed) to one or another „talking cure“ perspective. And if a client does not respond positively, then there must be something wrong with the client: e.g., „too many defenses“, „he’s not ready yet“, „he enjoys resisting treatment“, etc. The idea that there might be something wrong with the perspective itself—or that a certain perspective simply does not „fit“ a particular client—is something that never seriously enters the mind of the conventional psychotherapist. Indeed, it is against their vested interests for such an idea to enter their minds. Simply put, the operating assumption of most traditional psychotherapists is that the perspective they are using fits everyone. In the nutshell, THIS IS WHY CONVENTIONAL THERAPEUTIC MODALITIES HAVE INVARIABLY FAILED QUITE MISERABLY IN THE TREATMENT OF SEVERELY LOVE-SHY MEN who had been born with the inhibition and low anxiety threshold genes.

(Gilmartin, Brian G.: Shyness and Love: Causes, Consequences, and Treatment, S. 519–520; Hervorhebungen im Original)

Sich nur anderen, rationaleren, Methoden zuzuwenden, aber weiterhin zu versuchen, eine „Störung“ nur oder auch am Subjekt zu „behandeln“, ohne andere Ursachen in Betracht gezogen zu haben, ist nicht weniger fehlgeleitet und reicht nicht, um die fundamentalen Fehler der Psychologie zu umgehen. Wie Morus Markard in seinem Überblick „Einführung in die Kritische Psychologie“ aufzeigt, sind einige Anforderungen an eine Wissenschaft zu stellen. Er geht dabei von Überlegungen Max Horkheimers zu „kritischem Verhalten“ aus:

Es gibt nun ein menschliches Verhalten, das die Gesellschaft selbst zu seinem Gegenstand hat. Es ist nicht nur darauf gerichtet, irgendwelche Missstände abzustellen, diese erscheinen ihm vielmehr als notwendig mit der ganzen Einrichtung des Gesellschaftsbaus verknüpft. Wenngleich es aus der gesellschaftlichen Struktur hervorgeht, so ist es doch weder seiner bewussten Absicht noch seiner objektiven Bedeutung nach darauf bezogen, dass irgend etwas in dieser Struktur besser funktioniere. Die Kategorien des Besseren, Nützlichen, Zweckmäßigen, Produktiven, Wertvollen, wie sie in dieser Ordnung gelten, sind ihm vielmehr selbst verdächtig und keineswegs außerwissenschaftliche Voraussetzungen, mit denen es nichts zu schaffen hat. Während es zum Individuum in der Regel hinzugehört, dass es die Grundbestimmungen seiner Existenz als vorgegeben hinnimmt und zu erfüllen strebt, während es seine Befriedigung und seine Ehre darin findet, die mit seinem Platz in der Gesellschaft verknüpften Aufgaben nach Kräften zu lösen und bei aller energischen Kritik, die etwa im einzelnen angebracht sein sollte, tüchtig das Seine zu tun, ermangelt jenes kritische Verhalten durchaus des Vertrauens in die Richtschnur, die das gesellschaftliche Leben, wie es sich nun einmal vollzieht, jedem an die Hand gibt.

(Max Horkheimer: „Traditionelle und kritische Theorie“, 1937, S. 19–20)

Dazu nun Markard (S. 15–18), zur besseren Lesbarkeit ohne besondere Einrückung und Formatierung zitiert:

Wie in einem Brennglas, scheint mir, werden hier verschiedene Facetten kritischen Denkens gebündelt, auf den Punkt gebracht. Gehen wir deshalb diese Facetten kurz durch:

  1. Kritisches Denken »ist nicht nur darauf gerichtet, irgendwelche Missstände abzustellen, diese erscheinen ihm vielmehr als notwendig mit der ganzen Einrichtung des Gesellschaftsbaus verknüpft«. Als »Missstände« dürften z.B. Gewalttätigkeiten unter Schülerinnen und Schülern oder gegen Menschen nicht »weißer« Hautfarbe ebenso gelten wie die Vernachlässigung von Kindern. Die (scheinbar) einfachste und nächstliegende »Lösung« wäre, diese Missstände den beobachtbaren Akteuren (»Schlägern«, »Rassisten«, »Rabenmüttern« bzw. Vätern) unmittelbar anzulasten und gegen diese dann Maßnahmen zu ergreifen; das mag im einzelnen Fall auch unvermeidlich sein – die Frage ist aber, inwieweit damit die entsprechenden Missstände tatsächlich abzustellen sind oder sich immer wieder reproduzieren. Horkheimers Problemfassung geht dabei nicht in die Richtung, bei den Einzelnen entsprechende Handlungsdispositionen zu diagnostizieren, sondern etwa folgende Frage zu stellen: Hat die physische Gewalt unter Schülerinnen und Schülern etwas mit jener strukturellen Gewalt zu tun, die darin liegt, dass die Schule – auch – ein Selektionsinstrument bei der Vergabe von Lebenschancen ist, und hat diese Selektionsfunktion mit jenem Konkurrenzmechanismus zu tun, der unsere Gesellschaft beherrscht, damit, dass entsprechende Existenzängste sich in Gewalttaten artikulieren? Ist Konkurrenz nicht ein Prinzip, das das Ruinieren anderer impliziert? Sind die Taten von »Rassisten« – auch – Ausdruck gesellschaftlicher Zustände, in denen Menschen vor allem unter dem Aspekt ihrer ökonomischen Verwertbarkeit beurteilt werden, in denen sie nach Herkunft und Hautfarbe klassifiziert und unterschiedlich behandelt werden, in denen »Würde« durchaus antastbar, eher also ein Konjunktiv als unhintergehbares Prinzip ist? Ist Kindesvernachlässigung – allein – Problem von Eltern oder auch Ausdruck von eingeschränkten Lebensperspektiven, verheerenden Wohnsituationen, unzureichenden gesellschaftlichen Angeboten für Kinder etc. Diese Frage zu stellen, bedeutet nicht, sie einfach mit »ja« zu beantworten, wohl aber eine grundsätzliche Skepsis gegenüber der illusionären Vorstellung, die erwähnten Missstände seien einfach abzustellen, ohne ihrer Eingebettetheit in der gesellschaftlichen Struktur nachzugehen. Das heißt nicht, dass im Rahmen dieser gesellschaftlichen Struktur »nichts zu machen« sei, wohl aber, dass ohne deren Einbeziehung die Grundlage der Missstände unangetastet bleibt.

  2. Kritisches Denken ist »weder seiner bewussten Absicht noch seiner objektiven Bedeutung nach darauf bezogen, dass irgend etwas in dieser Struktur besser funktioniere«. Dies lässt sich auf der Grundlage des bisher Gesagten so verdeutlichen: Diese Aussage bezieht sich nicht darauf, dass überhaupt nichts besser funktionieren soll, sondern zielt in Intentionen und Geltung auf Sachverhalte, an denen sich ein funktional relevanter Zusammenhang zur gesellschaftlichen Struktur aufweisen lässt. Es geht also nicht darum, dass das Tropfen eines Wasserhahns nicht abgestellt oder eine defekte Toilettenspülung nicht repariert werden sollte, sondern es geht um Sachverhalte, bei denen ein Eingriff zur Missstandsbehebung gleichzeitig, wenn nicht gar in erster Linie, eine Stabilisierung der – problematisierten – gesellschaftlichen Struktur mit sich bringt, insoweit deren wesentlicher oder konstituierender Bezug zum Problem ausgeblendet wird. Um hier auf eines der Beispiele aus (1) zurückzukommen: Wenn es Schulpsychologinnen und -psychologen gelingen sollte, die Zahl gewalttätiger Ausschreitungen zu vermindern, ist dies natürlich für die Opfer dieser Ausschreitungen ein Vorteil. Die mit Horkheimer aufzuwerfende Frage ist dann aber: Wie stabil ist der Erfolg, wenn Gewalttätigkeiten Ausdruck der skizzierten strukturellen Gewalt sind?

    Und: Falls die Gewalttätigkeiten einen unartikulierten Widerstand zum Ausdruck bringen, wird dann mit der Überwindung oder der Brechung dieses Widerstands die strukturelle Gewalt der Selektionsfunktion der Schule nur befestigt, reibungsloser gemacht? Würde es nicht eher darum gehen, dazu beizutragen, unartikulierten Widerstand gesellschaftlich so zu artikulieren, dass er sich nicht in Gewaltakten gegen Mitschülerinnen und Mitschüler richtet, sondern die in der Schule bestehenden Selektions- und Konkurrenzverhältnisse thematisiert? In eben diesem Sinne ist ›kritisches Denken‹ nicht auf reibungsloses Funktionieren aus, sondern darauf, den Reibungen auf den Grund zu gehen.

  3. »Die Kategorien des Besseren, Nützlichen, Zweckmäßigen, Produktiven, Wertvollen, wie sie in dieser Ordnung gelten, sind [dem kritischen Denken, M.M.] […] verdächtig«. Lässt sich meine Argumentation hier einfach fortführen? Ist nicht das Zurückdrängen (rassistischer) Gewalt oder von Verwahrlosung/Vernachlässigung gut, nützlich, zweckmäßig, wertvoll – egal wer das fordert, egal ob Gewaltverzicht und Fürsorge »in dieser Ordnung« gelten? Sind Gewaltverzicht und Fürsorge nicht sozusagen »Werte«, gegenüber denen nicht ernsthaft Opposition oder Kritik angemeldet werden kann? Was sollte dann also daran »verdächtig« sein? Verdächtig ist in den bisher beispielhaft angeführten Fällen und Konstellationen, dass bzw. wenn die Propagierung dieser »Werte« die für verschiedene Menschen unterschiedlichen gesellschaftlichen und materiellen Realisierungsbedingungen ausblendet, wenn bspw. dem Habenichts oder der überforderten Mutter empfohlen wird, »Frustrationstoleranz« zu entwickeln, wenn der Aussicht, dass, wer arbeiten wolle, das auch könne, die schreiende Diskrepanz zwischen den Zahlen offener Arbeitsstellen und »Jobsuchenden« im Wege steht. Aber es geht in Horkheimers Passage nicht um solche Diskrepanzen, deren Thematisierung durchaus in der Linie unserer bisherigen Argumentation liegt, es geht um mehr: Darum, dass es »Kategorien des Besseren …« gibt, die durchaus nicht ›oppositionsfrei‹, sondern zu ›hinterfragen‹ sind.

    Das möge wieder ein Beispiel veranschaulichen: Welchen Interessen und Zielen psychologische Ausbildung und Praxis nützen sollen, was produktiv und wertvoll ist, ist in einem programmatisch gemeinten Band über Psychologie an Fachhochschulen (Günther 1999a) schon gar keine Frage mehr, sondern in der normativen Kraft des Faktischen schon beantwortet: »Wer am Marktgeschehen teilnehmen will, muss etwas für den Geschäftspartner Verwertbares anbieten.« (Günther 1999b, 25) Diese »Geschäftspartner« sind (natürlich nicht als solche bezeichnete) Kapitalisten, deren Meinungen zu Studiengängen in Umfragen erhoben werden (Müller & Kaune 1999, 138). Dabei kristallisiert sich heraus: Perspektive der Argumentation ist die Erhöhung praktischer Tüchtigkeit in einer widerspruchs- und klassenlos erscheinenden Gesellschaft. Eine ausbildungsrelevante Fragestellung lautet dementsprechend in diesem Rahmen des Wertvollen und Nützlichen, wie es in dieser Ordnung gilt: »Wie organisiert sich Frau Müller selber, um den gestellten Aufgabenumfang in der vorgegeben Zeit effizient und erfolgreich zu bewältigen?« (Weßling 1999, 72) Diese Frage sei ein Beispiel für die – von der Psychologie und deren Verhaltenstrainings zu leistende – »Förderung sozialer Handlungskompetenz« (73). Kritisches Denken muss der hier sich vollziehenden Begriffsverschiebung nachgehen, sie thematisieren und kann dann feststellen: In der Situation, in der Frau Müller sich zu bewähren hat, geht es gar nicht um soziale Handlungskompetenz, sondern um ein individuelles Bestehen in fremdbestimmt-asozialen Verhältnissen in im Übrigen gewerkschaftsfrei konzipierten Zonen.

  4. Für das kritische Denken sind die geltenden »Kategorien des Besseren, Nützlichen, Zweckmäßigen, Produktiven, Wertvollen […] keineswegs außerwissenschaftliche Voraussetzungen, mit denen es nichts zu schaffen hat.« Ist der Umstand, dass die oben erwähnte Frau Müller einen bestimmten Aufgabenumfang in einer bestimmten Zeit zu bewältigen hat, ein wissenschaftliches oder ein außerwissenschaftliches Thema? Sieht man darin ein außerwissenschaftliches Thema, besteht dessen wissenschaftlicher bzw. psychologischer Aspekt allein darin, mit welchen Mitteln man Frau Müller dazu befähigen kann, einen bestimmten Aufgabenumfang in einer bestimmten Zeit zu bewältigen. Dann hätte Wissenschaft – Psychologie – nur damit zu tun zu klären, wie bestimmte Ziele erreicht werden können, nicht aber damit, ob diese Ziele erreicht werden sollen, ob (und ggf. für wen) es sinnvoll ist, diese Ziele zu erreichen. Ist diese Trennung von Wissenschaft und Gesellschaft sinnvoll?

    Ich will, weil ich im nächsten Kapitel ausführlich darauf zurück kommen werde, diese – für die Entstehung der Kritischen Psychologie wesentliche – Frage hier nicht weiter verfolgen, sondern zunächst nur die Bilanz vortragen, die Horkheimer aus seiner Bestimmung kritischer Wissenschaft zieht: Für »Subjekte kritischen Verhaltens« gelte: »diese Welt ist nicht die ihre, sondern die des Kapitals« (a.a.O., 181).

    Wenn man mit Jameson (1996, 175) der Auffassung ist, dass der Marxismus »die Wissenschaft von den inhärenten Widersprüchen des Kapitalismus« ist, dann legt Horkheimers Bilanz die Fassung der Bedeutung von »kritisch« als »marxistisch« nahe. Eben dies meint auch Haug. Wenn Kritik kein »stachelloser Gemeinplatz« sein soll, ist die Frage zu stellen,

»wer wen oder was kritisiert, und dies von welchem Standpunkt aus. Der anstößige Name Marx gibt dem Begriff der Kritik seinen Stachel und seine Verheißung zurück, wenn es gelingt, den Impuls, für den dieser Name steht, aus seiner konstantinischen Wende, der ersten Staatswerdung des marxistischen Sozialismus, zurückzugewinnen.«

Kommentare zu: "Bürgerliche Psychologie – nicht Wissenschaft, sondern Anpassungslehre" (7)

  1. Gnito schrieb:

    Ich habe diesen Artikel nur zu einem kleinen Teil gelesen, ich würde ihn wahrscheinlich sowieso nicht verstehen. Aber oben ist mir aufgefallen, daß von „practice-dating“ die Rede ist, das „Love-Shys“ helfen könnte, was aber leider nicht zur Anwendung komme.

    Kann es sein, daß Dir eine Liebesbeziehung, und sei sie noch so „künstlich“ herbeigeführt, helfen könnte? Jeder Mensch ist anders und natürlich kann ich nicht wissen, was Dir helfen könnte, aber ich befand mich früher in meinem Leben mal in einer schweren psychischen Notlage und könnte es vielleicht sein, daß Dir auch helfen könnte, was mir damals geholfen hat?

    Um meine damalige psychische Notlage zu erklären, müßte ich sehr viel schreiben, jedenfalls brauchte ich damals unbedingt eine Freundin (inkl. sexueller Beziehung), die erste in meinem Leben, war aber nicht in der Lage, mir eine zu verschaffen. Ich brauchte auch die Erfahrung, daß das Bedürfnis nach Liebe und Sex nicht nur durch seltenen, glücklichen Zufall befriedigt werden konnte, sondern, daß dies auch für mich absichtlich erreichbar war. So daß ich wieder die Kontrolle über mein Leben zurückgewinnen konnte, denn ich war völlig paralysiert. Und noch einiges mehr.

    Ich habe eine Reise nach Thailand unternommen und die hat mich psychisch geheilt, d.h. danach konnte ich das Leben mit Gelassenheit betrachten. Der Sextourismus nach Thailand ist ja bekannt, aber es wird nicht nur kalt Sex gegen Geld gehandelt, sondern man kann auch leicht „Liebeserfahrungen“ machen, wenn man will – was vielleicht dem oben genannten „practice-dating“ entspricht. Ich hatte damals schon einsehen müssen, daß die Sache zwischen Männern und Frauen anders funktioniert, als ich früher wahrhaben wollte, ich brauchte aber romantische und sexuelle Erfahrungen, die es mir ermöglichten, damit auch leben zu können. Ok, ich kann es einfach nicht besser erklären und Thailand ist einfach eine andere Welt.

    Männer und Frauen sind so, wie die Natur sie geschaffen hat, überall auf der Welt. In den Kommentaren bei „Alles Evolution“ und anderswo scheint durch, daß heute viele Männer unter ihren unerfüllten romantischen und sexuellen Bedürfnissen leiden und aus Deinem Blog gewinne ich den Eindruck, daß das auch bei Dir der Fall ist. Dabei wird jeder Mann in seinem Leben zumindest zeitweise allein bleiben, das ist unvermeidbar. Nur muß das einen nicht notwendigerweise unglücklich machen, viele Männer sind jahrelang sex- und beziehungslos und zufrieden. Mir scheint, es besteht nur heute und nur in der westlichen Zivilisation eine besondere Situation, die nicht wenige Männer in den Wahnsinn treibt.

    Ich hoffe, Du findest einen für Dich gangbaren Ausweg.

    • Zur Info: Die Practice-Dating Therapy ist eine Art, wie Psychologen Love-Shys helfen könnten. Dabei werden vom Therapeuten Dates arrangiert. Das Dating wird von einer Verhaltenstherapie in der Gruppe begleitet. Love-Shys werden praktisch und Schritt für Schritt mit Dating vertraut gemacht und erhalten theoretische und emotionale Unterstützung in der Gruppe Betroffener. Im Gegensatz zu herkömmlichen Therapien wäre sie wirklich von Nutzen. Herkömmliche Therapien wären nur kontraproduktiv, weil sie Love-Shys keinen Millimeter näher an Frauen bringen und ihnen nur ihre biologischen Bedürfnisse auszutreiben versuchen. Dies ist der Zynismus traditioneller (unkritischer) Psychologie als Anpassungslehre, die sich aber als Problemlösung versteht.

      • Snake Plissken schrieb:

        An sich wäre die Practice-Dating-Therapie möglich; allerdings verbietet sich natürlich aus ethischen Gründen die Anwendung bei jemandem, der glaubt, man müsse Frauen brechen und zerstören, um eine „gleichberechtige Beziehung“ zu erzielen.

        Der entscheidende Punkt ist, dass hierbei (neben dem Patienten und dem Psychologen) eine dritte Person involviert ist, deren psychische und physische Gesundheit dabei zu schützen ist. Es ist nicht zu rechtfertigen, dass man eine Person kaputtmacht, um bei einer anderen Person eventuell eine kurzfristige Linderung zu erzielen. Die Practice-Dating-Therapie ist daher bei Frauenhassern in jedem Fall kontraindiziert.

        Hinzu kommt das Problem, dass bei diesem Dating ja der Aspekt der Therapie im Vordergrund steht. Man wird der betreffenden Frau kaum verheimlichen können, dass das Dating im Rahmen einer Therapie geschieht (immerhin sollte der Therapeut anwesend sein), so dass der Rahmen eines „Dates“ kaum zu halten ist. Eher wären psychotherapeutische Rollenspiele möglich, die aber natürlich den Nachteil haben, dass der Patient genau WEISS, dass es sich nur um ein Rollenspiel handelt und daher auch nicht die typischen Schüchternheits-Probleme hat.

        Aber wie gesagt: Selbst wenn es solch eine Therapie gäbe, bei DIR wäre sie auf keinen Fall anwendbar, solange der Frauenhass in dieser Form ausgeprägt ist. Sie wäre übrigens nicht einmal dann zielführend, da zu erwarten ist, dass die Frau lediglich Opfer ungezügelter Aggression wird, ohne dass dies zu einer Besserung des Zustands führen würde.

        • „An sich wäre die Practice-Dating-Therapie möglich; allerdings verbietet sich natürlich aus ethischen Gründen die Anwendung bei jemandem, der glaubt, man müsse Frauen brechen und zerstören, um eine “gleichberechtige Beziehung” zu erzielen.“

          Was für ein armseliges Pudelgeschwätz! Ich hoffe, du bist in keiner Machtposition, in der du jemals deine „ethischen“ Urteile anderen aufzwingen kannst. Wie arrogant, zu glauben, man könne über andere richten, die man nicht kennt und versteht! Lass doch mal Männer und Frauen einander finden, ohne deine Intervention. Das können die nämlich. Und am besten geht das, wenn Männer nicht einseitig vom Feminat gegängelt werden, sondern Frauen in Freiheit und gleichberechtigt begegnen können.

          „Der entscheidende Punkt ist, dass hierbei (neben dem Patienten und dem Psychologen) eine dritte Person involviert ist, deren psychische und physische Gesundheit dabei zu schützen ist.“

          Na klar, den Love-Shys darf ihr Leben versauert werden, danach kräht kein Hahn. Da darf die volle Menschenverachtung der Psychologenzunft zuschlagen. Hauptsache, alles dreht sich wieder um die heilige Vagina. Macht es euch mal nicht zu gemütlich an der Spitze. Denn wir 80% sind mehr als ihr 20%. Ihr Menschenschinder schaufelt euer eigenes Grab.

          „Die Practice-Dating-Therapie ist daher bei Frauenhassern in jedem Fall kontraindiziert.“

          Weil man einen Menschen nicht lieben lernen kann? (Absurder Vorwurf übrigens bei Love-Shys, die sich in manche Frauen auf den ersten Blick verlieben!) Weil weibliche Gesellschaft null Auswirkung auf das Wohlbefinden von Männern hat?
          Im Gegenteil, Dating ist bei Frauen kontraindiziert, weil nahezu alle Frauen Männer hassen. Wieso bildest du dir eigentlich ein, dass ich oder nette Männer Frauen hassen? Dass man liebevoll und dennoch ehrlich zu sich selbst sein kann, kapierst du wohl nicht. Frauen zu lieben heißt nicht, vor ihnen einknicken zu müssen und zum Pudel zu werden.

          „Hinzu kommt das Problem, dass bei diesem Dating ja der Aspekt der Therapie im Vordergrund steht. Man wird der betreffenden Frau kaum verheimlichen können, dass das Dating im Rahmen einer Therapie geschieht (immerhin sollte der Therapeut anwesend sein), so dass der Rahmen eines “Dates” kaum zu halten ist.“

          Lies doch erst mal das Kapitel bei Gilmartin, damit du nicht solchen Unsinn vom Stapel lässt. Der Therapeut ist bei den Dates selbstredend nicht anwesend.

          Dass Practice-Dating im hiesigen Feminat kein Allheilmittel sein kann, ist mir auch klar. Ohne Feminat gäbe es zwar Love-Shys und männliche Lesben, aber sie wären integriert und mit ihren Partnerinnen glücklich. Es bedarf einer grundlegenden Änderung gesellschaftlicher Parameter, sodass etwa die Männerverachtung reduziert wird oder auch Männer die Freiheit haben, sich von traditionellen Rollen zu lösen, z.B. einfühlsam und emotional zu sein, ohne von Frauen als Trottel verachtet zu werden. Ich weise auch noch mal darauf hin, dass im Fall der männlichen Lesben keine Schüchternheit vorliegt. Auch bei Love-Shys ist die nicht zentral. („Love-Shy“ ist nur eine griffige Metapher.) Alternativ zu Practice-Dating wären sehr wohl lindernde Maßnahmen denkbar, wie etwa der Einsatz sexueller Surrogate. Die Mächtigen der Gesellschaft wollen das nur nicht. Männer sollen weiter klein gehalten werden. Dass eine große Gruppe von Männern extrem leidet, wird hingenommen, ist vielleicht sogar erwünscht, weil es der Disziplinierung aller Männer dient. Wir sind leider noch auf demselben Stand, den Gilmartin vor 30 Jahren konstatierte, eigentlich ein vernichtendes Zeugnis für die Psychologie als Wissenschaft, aber ein großes Lob für sie als Anpassungslehre.

  2. Snake Plissken schrieb:

    „Was für ein armseliges Pudelgeschwätz! Ich hoffe, du bist in keiner Machtposition, in der du jemals deine „ethischen“ Urteile anderen aufzwingen kannst. Wie arrogant, zu glauben, man könne über andere richten, die man nicht kennt und versteht! Lass doch mal Männer und Frauen einander finden, ohne deine Intervention. Das können die nämlich.“

    Moment mal – DU bist doch derjenige, der für Intervention ist. Es geht doch um die Practice-Dating-Therapie, wo der Kontakt durch die Intervention und Anleitung des Therapeuten hergestellt werden soll. Und jetzt soll man Intervention sein lassen? Gut, dann eben keine Practice-Dating-Therapie. War schließlich Deine Idee.

    „Und am besten geht das, wenn Männer nicht einseitig vom Feminat gegängelt werden, sondern Frauen in Freiheit und gleichberechtigt begegnen können.“

    Es ist aber nicht gleichberechtigt, wenn Du den Frauen Deinen Willen aufzwingst. Nach all dem, was Du hier auf Deinem Blog beschreibst, bist Du für Frauen geradezu abstoßend. Damit meine ich nicht die Optik – das kann ich nicht beurteilen – sondern die Denk- und Verhaltensweisen. Alles, was eine Frau von Dir erwarten kann, ist, immer wieder vergewaltigt zu werden. Und hinterher zu erfahren, dass sie sich gefälligst nicht so anstellen soll, vergewaltigt wärst DU ja worden, weil sie Dich nicht oft genug rangelassen hätte. Du hast einer Frau NICHTS zu bieten. Da kannst Du hunderte von Dates haben, Du wirst niemals eine Frau finden, die FREIWILLIG mit Dir zusammen sein will. Je näher sie Dich kennt, umso abgestoßener wird sie von Deiner Persönlichkeit sein. Ist leider so, kann ich nicht ändern.

    „Weil man einen Menschen nicht lieben lernen kann? (Absurder Vorwurf übrigens bei Love-Shys, die sich in manche Frauen auf den ersten Blick verlieben!)“

    Man kann einen Menschen lieben lernen. Bei einem Frauenhasser wird es aber schwer für Frauen. Ob z.B. ein Schwuler einen Schwulenhasser lieben lernen kann? Wohl kaum.

    „Im Gegenteil, Dating ist bei Frauen kontraindiziert, weil nahezu alle Frauen Männer hassen. Wieso bildest du dir eigentlich ein, dass ich oder nette Männer Frauen hassen?“

    Du hast mit netten Männern nichts gemeinsam, abgesehen vom Penis. Und dass Du Frauen hasst, weißt Du selbst. Ich muss Dir nun wirklich nicht erklären, dass Dein Blog vor Hass auf Frauen trieft. Erspar uns beiden die Mühe, jetzt die ganzen Passagen auf Deinem Blog durchzugehen.

    „Lies doch erst mal das Kapitel bei Gilmartin, damit du nicht solchen Unsinn vom Stapel lässt. Der Therapeut ist bei den Dates selbstredend nicht anwesend.“

    Okay, das war ein Missverständnis meinerseits. Ändert aber nichts daran, dass man der Frau nicht verheimlichen kann, dass das Date nun einmal arrangiert ist, immerhin muss das Therapeuten-Team das Date ja für den Love-Shy arrangieren. Bzw. müssen sich laut Gilmartin die Frauen sogar für solch ein Practice-Dating anmelden. Und auch er sieht das Problem, dass sich dort aber vor allem Männer anmelden werden. Es bleibt also ein Date in künstlicher Umgebung, unter Anleitung von Therapeuten:
    „Practice-dating therapy is conducted in groups composed of six men and six women. An exactly even gender ratio is absolutely mandatory in this form of therapy.“

    „Es bedarf einer grundlegenden Änderung gesellschaftlicher Parameter, sodass etwa […] auch Männer die Freiheit haben, sich von traditionellen Rollen zu lösen, z.B. einfühlsam und emotional zu sein, ohne von Frauen als Trottel verachtet zu werden.“

    Das würde ich zwar unterschreiben, allerdings ist der größte Teil dieser Prägung auf Männer und Männlichkeit zurückzuführen. Wenn man mal an die Schulzeit zurückdenkt: Wer hat einen da hauptsächlich als „Mädchen“ beschimpft, die Mädchen oder die Jungs? Und wie frauenverachtend ist eine Gesellschaft, die einen Mann, der sich weiblich verhält, verachtet, weil er sich weiblich verhält? Es ist nicht die Männerverachtung, die Dein Problem ist. Würdest Du Dich verhalten, wie man es von einem Mann erwartet, hättest Du kein Problem. Aber weil Du vom Idealbild des harten, starken, durchsetzungsfähigen, gestaltenden und selbstbestimmten Mannes abweichst und Dich den weiblichen Verhaltensweisen zugeneigt fühlst, wirst Du gesellschaftlich abgestraft. Die Gesellschaft liebt den harten, starken, intelligenten Mann und verachtet die emotionale, einfühlsame Frau. Die meisten Männer kriegen das nie mit, weil sie Männer sind, aber wer als Mann ähnliche Tendenzen zeigt, kriegt dieselbe Frauenverachtung ab, wie Frauen sie typischerweise gewohnt sind. Deswegen ist Feminismus wichtig und notwendig. Deine antifeministischen Freunde werden Dir da nicht weiterhelfen.

    • „Moment mal – DU bist doch derjenige, der für Intervention ist.“

      Nein, ich bin gegen die Intervention in sexuelle Angelegenheiten, die das Feminat über die Staatsgewalt zum Schaden von Männern ausübt. Wie ich schon schrieb, wäre Practice-Dating ohne die Feminatsgewalt komplett überflüssig. Im Feminat kann es aber eine Linderung bewirken und wenigstens manchen Love-Shys mehr Kontrolle über ihr Leben geben. Trotz aller Künstlichkeit der arrangierten Dates wird so eine Therapie einen Effekt haben. Verhaltenstherapien beinhalten immer zu einem gewissen Grad künstliche Situationen. Außerdem wäre die Bereitstellung sexueller Surrogate, die zumindest für schwere Fälle absolut notwendig ist, auch schon eine Erleichterung für die Betroffenen. Gilmartin dazu:

      Any truly comprehensive program calculated to guarantee a complete cure for intractable, chronic and severe love-shyness MUST incorporate a program facet that entails use of sexual surrogates.

      „Alles, was eine Frau von Dir erwarten kann, ist, immer wieder vergewaltigt zu werden. Und hinterher zu erfahren, dass sie sich gefälligst nicht so anstellen soll, vergewaltigt wärst DU ja worden, weil sie Dich nicht oft genug rangelassen hätte.“

      Erstens, hätte eine Frau sehr viel mehr als nur Sex von mir zu erwarten. Zweitens, wo ist das Problem mit Sex? Zunächst mal gibt es keine „Vergewaltigung“. Sex ist keine Gewalt. Ich bin kein Sadist. Aber ich würde mich – wie wohl jeder vernünftige Mensch, der sich schützen will – wehren, wenn eine Frau Gewalt initiiert. Wenn sie beim (Spontan-)Sex wild um sich schlägt und kreischt, wird ihr eben das Maul gestopft und sie gefesselt.

      Ein Problem dürfte sein, dass ich gerade nicht der Alpha-Gewalttäter bin. Frauen stehen aber auf gewalttätige Männer. Ich wäre immerhin bereit, Kompromisse einzugehen, z.B. manchmal Rapeplay zu spielen oder meine Partnerin öffentlich zu demütigen. Allerdings wären mir solche von Frauen erwünschten Praktiken im Feminat zu gefährlich, weil hier Frauen Männer wegen Sex einknasten lassen können. Du siehst also, wie das Feminat mit seinem Hineinregieren in die Betten auch den Interessen vieler Frauen entgegensteht.

      „Man kann einen Menschen lieben lernen. Bei einem Frauenhasser wird es aber schwer für Frauen.“

      Es war ziemlich eindeutig, dass ich von Love-Shys sprach. Deine Behauptung, sie seien Frauenhasser, stimmt halt schon deshalb nicht, weil sie sich sehr leicht verlieben, Liebe sehr intensiv spüren und diesen Gefühlszustand auch brauchen. Stichwort: „Oneitis“
      Daher sind Love-Shys die letzten, denen man Frauenhass vorwerfen könnte. Sie lieben Frauen mehr als ihnen gut tut. Sie verschenken so viel Liebe, erhalten aber nie etwas zurück. Würden sie Frauen hassen, dann wären sie ja glücklich, dass keine Frau etwas mit ihnen zu tun haben will. Dann hätten sie ihr Hauptproblem, das sie erst als Love-Shys definiert, nicht. Dann wären sie freiwillig Zölibatäre bzw. Asexuelle.

      „Aber weil Du vom Idealbild des harten, starken, durchsetzungsfähigen, gestaltenden und selbstbestimmten Mannes abweichst und Dich den weiblichen Verhaltensweisen zugeneigt fühlst, wirst Du gesellschaftlich abgestraft.“

      Eben. Und genau das ist Ausdruck von Männerverachtung und -hass, die der Feminismus befördert hat. Frauen haben Narrenfreiheit, man lässt ihnen alles durchgehen. Rollenvorschriften gibt es nicht. Heute kann eine Frau so männlich sein wie sie will, ohne besonders negativ aufzufallen. Das fängt bei so Kleinigkeiten wie der freien Wahl der Kleidung an. Im Zweifel wird einer Frau alles positiv ausgelegt, als Selbstverwirklichung oder – wenn sie sich ganz daneben aufführt – als selbstbewusst-kritische Koketterie mit überkommenen Rollenbildern, aber eben immer positiv. Vergleiche diese blinde Parteinahme für Frauen und ihre Flausen mal damit, wie Hausmänner, männliche Crossdresser oder Opfer von Date-Robbery erniedrigt und mit Häme überschüttet werden. Der Feminismus vergöttert Frauen und behandelt Männer wie Untermenschen. Darum muss sein Einfluss schleunigst verringert werden. Feminismus ist die Institutionalisierung von Sexismus.

  3. Snake Plissken schrieb:

    „Wie ich schon schrieb, wäre Practice-Dating ohne die Feminatsgewalt komplett überflüssig.“

    Du gehst davon aus, dass ohne das „Feminat“ die Frauen, die Du willst, Dich ansprechen und die Beziehung in die Bahn leiten würden? Eine gewagte These. Du wirst um Eigeninitiative kaum herumkommen, selbst wenn eine Frau den ersten Schritt machen sollte.

    „Außerdem wäre die Bereitstellung sexueller Surrogate, die zumindest für schwere Fälle absolut notwendig ist, auch schon eine Erleichterung für die Betroffenen.“

    Da musst Du mich aufklären. Was genau sind sexuelle Surrogate? Ich kenne nur den Film „Surrogates“, in dem futuristische Bots herumlaufen und die Aufgaben der Menschen erledigen. Aber das ist Science Fiction. Mir wäre nicht bewusst, dass es funktionsfähige Sexualroboter bereits gäbe.

    „Zweitens, wo ist das Problem mit Sex? Zunächst mal gibt es keine „Vergewaltigung“. Sex ist keine Gewalt. Ich bin kein Sadist. Aber ich würde mich – wie wohl jeder vernünftige Mensch, der sich schützen will – wehren, wenn eine Frau Gewalt initiiert. Wenn sie beim (Spontan-)Sex wild um sich schlägt und kreischt, wird ihr eben das Maul gestopft und sie gefesselt.“

    Eben. Und genau das ist Vergewaltigung. Ob Du es einsehen willst oder nicht. Überleg doch mal, WARUM eine Frau beim Spontansex wild um sich schlagen könnte. Einfach just for fun? So dumm bist Du nicht. Du WEISST genau, warum sie sich wehrt. Wenn eine Frau mit Dir Sex haben will, dann wird sie Dich nicht in eine Situation bringen, wo Du Dich „wehren“ musst. Auch BDSM ist keine Situation, die erfordert, dass sich ein Partner wehren muss.

    „Ein Problem dürfte sein, dass ich gerade nicht der Alpha-Gewalttäter bin. Frauen stehen aber auf gewalttätige Männer. Ich wäre immerhin bereit, Kompromisse einzugehen, z.B. manchmal Rapeplay zu spielen oder meine Partnerin öffentlich zu demütigen.“

    Ich kenne keine einzige Frau – überhaupt keinen einzigen Menschen – der öffentlich gedemütigt werden wollte. Ich bin mir auch absolut sicher, dass jede Frau, mit der ich im Laufe meines Lebens zusammen war, mich für so etwas verlassen hätte.

    „Es war ziemlich eindeutig, dass ich von Love-Shys sprach. Deine Behauptung, sie seien Frauenhasser, stimmt halt schon deshalb nicht, weil sie sich sehr leicht verlieben, Liebe sehr intensiv spüren und diesen Gefühlszustand auch brauchen.“

    Ich sprach aber beim Frauenhasser von Dir, nicht von Love-Shys allgemein. Versuch nicht, Dich hinter dem allgemeinen Begriff zu verschanzen. Nicht jeder Love-Shy behauptet, dass Frauen Gewalt und Demütigung wollen und zu dumm für alles sind. Das bist DU.

    „Würden sie Frauen hassen, dann wären sie ja glücklich, dass keine Frau etwas mit ihnen zu tun haben will. Dann hätten sie ihr Hauptproblem, das sie erst als Love-Shys definiert, nicht. Dann wären sie freiwillig Zölibatäre bzw. Asexuelle.“

    Das ist eine Fehleinschätzung. Das mag für Abscheu gelten, oder für Ekel. Aber Hass ist etwas anderes. Hass zwingt einen dazu, sich ständig mit dem Objekt des Hasses zu beschäftigen. So führt z.B. Schwulenhass leider NICHT dazu, dass man Schwule am liebsten ignorieren möchte. Das wäre ja an sich sehr leicht. Stattdessen hetzen diese Leute gegen Schwule, wo sie können und versuchen, sie zu Heteros umzuerziehen oder zu unterdrücken; bis vor 50 Jahren durften in Deutschland Schwule noch eingesperrt werden, einfach nur weil sie schwul waren und dies auslebten.

    Umgekehrt sind Asexuelle meistens keine Frauenhasser; sie verspüren lediglich keinen Sexualtrieb.

    Übrigens ist Dir das eigentlich auch klar: Würdest Du von einer Männerhasserin erwarten, dass sie einfach glücklich wäre, wenn sie mit Männern nichts zu tun hätte? Nein, weil sie Männer hasst, wird sie gegen Männer agitieren, vielleicht zur Kastration aufrufen. Sie wird sich eben NICHT ins stille Kämmerlein zurückziehen. Dein ganzes Konstrukt „Feminat“ basiert auf der Annahme, dass der Hass gegen Männer dazu führt, dass man aktiv gegen Männer handelt. So wie Dein Frauenhass dazu führt, dass Du aktiv gegen Frauen handelst, z.B. indem Du dieses Blog betreibst, Dich mit anderen Frauenhassern (z.B. vom „Frauenhaus“) verlinkst und austauschst etc.

    Also bitte, mach mir nichts vor. Es klappt nicht.

    „Eben. Und genau das ist Ausdruck von Männerverachtung und -hass, die der Feminismus befördert hat.“

    Nein. Der Feminismus hat sich gegen diese starren Rollenbilder gewandt. Die Idee vom harten, starken Mann ist nicht durch Feministinnen propagiert worden, sondern immer wieder durch Männer. Von Richard Wagner bis hin zu Hollywoodfilmen.

    „Frauen haben Narrenfreiheit, man lässt ihnen alles durchgehen. Rollenvorschriften gibt es nicht.“

    Das ist so unsinnig, dass man schlecht darüber diskutieren kann. Das einzige, was daran stimmt: Du siehst die Rollenvorschriften natürlich nicht, also gibt es sie in Deiner Welt nicht. Das ist alles. In der realen Welt hingegen gibt es sehr starke Rollenbilder, die Frauen darauf polen, doch bitte Hausfrau und Mutter zu sein (auch wenn man gleichzeitig Karriere macht). Rollenbilder sind für Männer und Frauen gleichermaßen existent und einengend. Dein Problem ist, dass Du nur siehst, was Dich betrifft.

    „Vergleiche diese blinde Parteinahme für Frauen und ihre Flausen mal damit, wie Hausmänner, männliche Crossdresser oder Opfer von Date-Robbery erniedrigt und mit Häme überschüttet werden.“

    Dir ist aber klar, dass die Ursache für den Spott oder gar Hass gegenüber Hausmännern, Crossdressern, Homo- und Transsexuellen in tief verwurzeltem Frauenhass liegt, oder? Denn was machen all diese Leute? Sie verhalten sich WIE FRAUEN. Und das ist offenbar lächerlich und hassenswert. Gibt es einen stärkeren Beweis für den latenten Frauenhass in dieser Gesellschaft als die Tatsache, wie Männer behandelt werden, die den Anschein weiblichen Verhaltens erwecken?

    „Der Feminismus vergöttert Frauen und behandelt Männer wie Untermenschen. Darum muss sein Einfluss schleunigst verringert werden.“

    Keine Ahnung, wo Du das her hast. Sicherlich eine Sekundärquelle wie MannDat oder WikiMANNia. Originalquellen werden für solch eine Behauptung sehr schwer zu finden sein. Man findet ja meistens keine Feministinnen, die irgendwas gesagt haben, sondern Leute, die BEHAUPTEN, eine Feministin hätte irgendwas zu ihnen gesagt. Und das ist dann die große „Quelle“.

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