Vom Überleben als männliche Lesbe im kapitalistischen Feminat

Links 2. August 2013

  • Wie angekündigt biete ich „Men on Strike“ von Helen Smith als PDF zum Download an. Eine Rezension folgt in den nächsten Tagen. Vorweg sei nur kurz bemerkt, dass die hohe Popularität des Buchs kaum durch seinen recht dürftigen Inhalt begründet sein kann. Smith verrät nichts Neues, wenn sie die altbekannten Bereiche, in denen Männer misshandelt werden, noch einmal durchgeht. Wer umfassender informiert werden will, nehme ein 20 Jahre altes Buch von Warren Farrell zur Hand.

  • Überhaupt wäre es klüger, ein System, das die Mehrheit seiner Insassen ausbeutet, zu beseitigen, anstatt sich darum zu sorgen, wie man das Elend, das es notwendig hervorbringt – und das seine Existenzbedingung ist –, auf „andere“ verteilen kann, so wie es Heerscharen an Maskulisten, Feministen und sonstige bürgerliche Gerechtigkeits- und Chancengleichheitsfanatiker tun. Diese blöde Idee krankt schon an dem logischen Schnitzer, dass man für die Anderen selbst ein Anderer ist, also am besten gleich damit beginnt, sich selbst zu benachteiligen. Aus unerfindlichen Gründen ist die Systemfrage für die allermeisten Maskulisten ein Tabu, obwohl eigentlich, wenn man mit einem inhärent gegen die eigenen Interessen operierenden System konfrontiert ist, der erste folgerichtige Gedanke wäre, dieses System zu beseitigen. Das Blog The Black Pill ist insofern eine Ausnahme unter den Websites zu Männerthemen, da man dort zumindest erkannt hat, dass Probleme wie der Ausschluss von Männern von Sexualität in der Gesellschaft und nur dort begründet sind. Auch wenn nicht das kapitalistische Feminat als Feind ausgemacht wird, so ist doch der Wechsel zu einer systemischen Betrachtung ein notwendiger erster Schritt, um auf die Beseitigung der Unterdrückung hinzuarbeiten. Den deutschen Maskulisten, die Männer lieber gegeneinander aufhetzen, anstatt zur Gegenwehr oder gar zum Angriff im Klassenkampf, der zurzeit einseitig vom Kapital gegen das Proletariat geführt wird, aufzurufen, steht dieser Erkenntnisschritt noch bevor.

Kommentare zu: "Links 2. August 2013" (2)

  1. Babbo schrieb:

    „Überhaupt wäre es klüger, ein System, das die Mehrheit seiner Insassen ausbeutet, zu beseitigen, anstatt sich darum zu sorgen, wie man das Elend, das es notwendig hervorbringt – und das seine Existenzbedingung ist –, auf „andere“ verteilen kann, so wie es Heerscharen an Maskulisten, Feministen und sonstige bürgerliche Gerechtigkeits- und Chancengleichheitsfanatiker tun. Diese blöde Idee krankt schon an dem logischen Schnitzer, dass man für die Anderen selbst ein Anderer ist, also am besten gleich damit beginnt, sich selbst zu benachteiligen. Aus unerfindlichen Gründen ist die Systemfrage für die allermeisten Maskulisten ein Tabu, obwohl eigentlich, wenn man mit einem inhärent gegen die eigenen Interessen operierenden System konfrontiert ist, der erste folgerichtige Gedanke wäre, dieses System zu beseitigen“

    Kann ich so Unterschreiben!

  2. Peter Singer schrieb:

    Natürlich ist das System Scheisse. Aber der „Amerikanische Traum“
    suggeriert ja, dass es jeder „schaffen“ kann. Die Ausbeutung anderer
    wird zum Lebensziel, bravo. Dann reden die Heuchler noch vom
    Christentum. Alle Varianten sind in solchen Abartigkeiten enthalten.
    Durch Konsum unserer hübschen Fiminatlerinnen muessen sich die
    Frauen in der Drittwelt todarbeiten, denn anders als deren Männer
    haben sie Kinder zu versorgen. Die Männer hier, die auf der Erfolgsleiter
    hochsteigen, hinterlassen für gewöhnlich auch Leichenberge. Und nun
    die lieben Flüchlinge sind zu grösstem Prozentsatz hierhergekommen,
    um auf das Karusell des Kapitalismus aufzuspringen. Tja hier fürchten
    mit Recht die Gauner von anderen Gauner beklaut zu werden. Ist schon irre.
    Ganz oben und unten ist Gesellschaft gleich. Nichts arbeiten und viel
    Geld dafür bekommen. Deswegen wollen die ganz unten ja weit
    nach oben, sind aber dazu zu blöd und nicht abgefuckt genug.
    Und die Huren? Klar die wollen auch aufs Karusell. Männer brauchen
    sex, wie ein verdurstender Wasser braucht. Da kann man für das
    Glas auch gleich mal Wucherpreise bezahlen, bei den sogenannten
    Ehefrauen sind allerdings die Wucherpreise noch höher. Aber wir sind
    ja alle so konsumgeil, was das unser selbst erhöht, oder? And dieser
    Blödheit ist schon Jesus und alle Propheten gescheitert. Und wenn
    es dann mal Bums macht, eine Wirtschaftskrise oder Krieg, wird ein
    weinig gejault die Toten begraben, Krokodilstränen vergossen und
    die Scheisse beginnt von neuem …. Also Jesus, der all die Ärsche
    sah, muss sich da doch gesagt haben. Ok, lieber das Kreuz und
    ein Ende mit Schrecken, als nochmals dreissig Jahre mit diesen Irren …..
    Nicht für ungut Freunde, es ist spät und ich zynisch.

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