Vom Überleben als männliche Lesbe im kapitalistischen Feminat

Die kapitalistische Propaganda (Werbung) für Partnervermittlungen, mit der man seit einigen Jahren verstärkt bombardiert wird, erweckt den Eindruck, als bedürften gerade die „Eliten“ ihrer Dienste. Beruflich erfolgreiche und wohlhabende Männer scheinen, schenkt man solcher Werbung Glauben, nur schwer an die Frau zu bringen zu sein. Man mag wohl so die weiblichen Parasiten mit begehrten männlichen Opfern locken. Doch das Aufschieben der Familiengründung durch Akademikerinnen und Karrierefrauen dürfte dazu beigetragen haben, dass sogar die Zielgruppe solcher Frauen, also die Spitzenverdiener, die oberen 2% der Männer, Schwierigkeiten hat, eine Partnerin zu finden. Da sich Frauen bei der Auswahl ihrer Partner nur extrem nach oben orientieren, genügen ihnen wohlhabende und gebildete Männer nicht mehr, wenn die Frauen selbst gut ausgebildet und berufstätig sind. Langsam bekommt auch die Elite der Männer zu spüren, was die Masse der Beta-Männer schon lange durchmachen muss: Aberkennung der sexuellen Selbstbestimmung bei gleichzeitiger finanzieller Auspressung durch Frauen im kapitalistischen Feminat. Auch das Umdenken, das diese Erfahrung auslöst, dürfte z. T. erklären, warum sich diese Männer bei Partnervermittlungen registrieren. Sie erhoffen sich wohl, eine Liebespartnerin zu finden, die ihre Interessen teilt, zu ihnen passt und es nicht auf ihr Geld abgesehen hat. Was kann überhaupt eine marktbasierte Vermittlung für Männer, egal welchen Status sie haben, leisten?

Wie jeder Markt entmündigt auch der Partnermarkt die beteiligten Menschen. Sobald man sich in den Markt begibt, muss man seine ursprünglichen Ziele hintanstellen und sich den Systemzwängen des Marktes unterwerfen. Der Markt übersetzt zudem das Anliegen, ein Bedürfnis zu befriedigen, in die Notwendigkeit, für eine Ware einen Preis zu bezahlen. Der Markt setzt voraus, dass man eine Ware mit einem Tauschwert produziert und bereitstellt, um sie gegen eine andere Ware mit demselben Tauschwert auszutauschen. Von der Frage, mit der man gestartet ist – wie bekomme ich eine zu mir passende Partnerin? –, hat man sich entfernt und ist nun mit dem Problem konfrontiert, einen Tauschwert zu schaffen. Da die eigentumslose Masse der Bevölkerung nichts zu verkaufen hat außer die eigene Arbeitskraft, ist der Weg in die Zwangsarbeit vorgezeichnet. Alle Bemühungen richten sich nun darauf, die eigene Haut zu Markte zu tragen, sich im Konkurrenzkampf mit anderen Proletariern möglichst billig an den nächstbesten Kapitalisten zu verkaufen. Das Ziel, einen Gebrauchswert zu bekommen, rückt in unerreichbare Ferne. Das gesamte Leben wird dem Ziel der Warenproduktion und Profitmaximierung für den Dienstherrn untergeordnet.

Für die Partnerfindung ist ein kapitalistisches System denkbar ungeeignet. OkCupid-Gründer Christian Rudder hat die Ineffizienz kostenpflichtiger Datingsites nachgewiesen. Bezüglich der Seite Match.com kommt er zu dem erstaunlichen Resultat:

It turns out you are 12.4 times more likely to get married this year if you don’t subscribe to Match.com.

Das Mandat des Betreibers, Profite abzuschöpfen, unterminiert den Zweck der Kunden, einen Partner zu finden, vollständig. Das Kapital operiert hier mit dem allseits beliebten Prinzip der Exklusion. Eine naturgemäß vorhandene Fülle (Millionen Menschen, die sich kennenlernen wollen) wird künstlich beschränkt, sodass nur jene, die Fantasiebeträge an den Wegelagerer zahlen, in Kontakt mit anderen Mitgliedern treten dürfen. Für den Betreiber besteht ein starker Anreiz, die Partnerfindung zu sabotieren, und überhaupt kein Anreiz, die Partnerfindung zu befördern, da er mit jedem erfolgreich vermittelten Paar zwei zahlende Mitglieder verliert. Wie immer versagt der Kapitalismus auf ganzer Linie bei der „Lösung“ eines Problems, das er selbst den Menschen aufbürdet und das sie ohne ihn nicht hätten.

Selbst wenn eine Datingsite teilweise gratis ist – wie OkCupid –, kann sie nicht leisten, was die registrierten Männer sich von ihr versprechen, da Männer im kapitalistischen Feminat aufgrund der sozialen Strukturen unterdrückt werden. Frauen sind auch beim Dating privilegiert. So verfügen sie über das Recht, Männer weiblich zu vergewaltigen, während Männer ihre sexuellen und romantischen Absichten gegenüber Frauen nicht durchsetzen dürfen. Solange die Mär der „Vergewaltigung“ noch durch die Köpfe geistert und zur Kriminalisierung männlichen Begehrens eingesetzt wird, kann es kein friedliches und emanzipiertes Miteinander der Geschlechter geben.

Außerdem sind Partnersuche und Dating für Männer derzeit auch insofern aussichtslos, als Feminatshuren gar nicht zu Liebe fähig sind. Ginge es Frauen wirklich um freie Liebe, so wären Datingsites das Überflüssigste der Welt. Männer würden ohne viele Worte ihre Partnerinnen fürs Leben oder für eine Nacht einfach auf der Straße mitnehmen und mit ihnen Liebesgeschenke austauschen, ohne deshalb ausgebeutet und erpresst zu werden. Entsprechend ist der rationalste und effizienteste Weg, Partner zu finden und zu behalten, die Weibergemeinschaft in einer kommunistischen Gesellschaft.

Kommentare zu: "Der kapitalistische Irrsinn eines Partnermarkts und sein Totalversagen" (1)

  1. Adam braucht Eva nicht!! schrieb:

    Richtig!!!

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