Vom Überleben als männliche Lesbe im kapitalistischen Feminat

Beiträge mit Schlagwort ‘Genderismus’

Das Problem der parasitären Frau und seine soziale Bewältigung

Feminist sein ist ganz einfach, vorausgesetzt man ist eine Frau. Dann muss man nur irgendetwas über Frauen sagen und schon gilt man als respektierte Autorität in Frauenfragen. Was man sagt, ist fast gleichgültig. Je absurder die Behauptungen und je überzeugender die Opferinszenierung, desto wahrscheinlicher ist es, dafür von anderen Frauen und Pudeln gefeiert zu werden. Manchmal passiert es sogar, dass eine Frau etwas Wahres über Frauen ausspricht und es trotzdem schafft, sie als Opfer zu inszenieren. Aufgrund des ewigen Opferabos für Frauen ist das allerdings einfacher als man vermuten würde. Ein Beispiel für eine solche Frau ist die Romanautorin und Suffragette Olive Schreiner (1855–1920). Sie hat in ihrem Buch „Woman and Labour“ (1911) in aller Breite eine These formuliert, die auch ich vertrete: Frauen sind im Kapitalismus parasitärer als je zuvor, weil die Industrialisierung für Frauen adäquate Tätigkeiten obsolet gemacht hat. Ich kann niemandem raten, das Buch zu lesen, weil es so widersprüchlich, konfus, monoton, ausladend und unbeholfen geschrieben ist, wie man es nur einer Frau durchgehen lassen würde. (So haben die ersten drei Kapitel alle denselben Titel „Parasitism“, um nur ein Beispiel zu nennen.) Einige entscheidende Passagen scheinen mir jedoch erwähnenswert: (mehr …)