Vom Überleben als männliche Lesbe im kapitalistischen Feminat

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Mein Verhältnis zu Frauen oder Wie mich das Feminat zum Zyniker werden ließ

Als ich Frauen noch in naiver Weise als Menschen wie ich deutete, als ich von ihrem Leben in permanenter Heuchelei noch nichts ahnte, war für mich Liebe die schönste und ungetrübteste Empfindung. Ich wollte nichts so sehr wie ein Mädchen immer lieben und von ihm immer geliebt werden. So ein Mädchen gab es auch, meine erste große Liebe. Ich war 15, sie 13. Schon ihr Alter hätte unter den misandrischen Gesetzen des Feminats Anlass für einen Skandal sein können. Sie besuchte damals dieselbe Klasse wie ich und war der einzige Lichtblick, der die Schule für mich erträglich machte. In der Schule erfreute ich mich am Anblick ihres süßen Gesichts und außerhalb der Schule träumte ich von ihr. Liebe kann also ein Wahn sein – bei den meisten Männern, die sie noch empfinden können, ist sie das auch –, aber ein äußerst wohltuender Wahn, den ich nie missen will. Ob mein Objekt der Begierde damals etwas bemerkte, weiß ich nicht. Ich hatte nie vor, sie anzusprechen. Ich war eben damals schon eine männliche Lesbe, auch wenn mir das freilich noch nicht bewusst war. Ich stellte mir vor, sie würde irgendwann auf mich zugehen und der Rest würde sich ergeben. Damals hegte ich auch noch die Vorstellung, die Männern im Feminat ständig eingetrichtert wird, dass Frauen zerbrechliche und sanfte Charaktere seien, gegenüber denen ein Mann möglichst zuvorkommend sein sollte. Ich hatte noch bis vor wenigen Jahren keinen Zweifel daran, dass Frauen über zwei Fähigkeiten verfügen, die ich für allgemein menschlich hielt: Reziprozität (d. h. der wechselseitige äquivalente Austausch von Empathie oder anderen sozialen „Gütern“) und logisches Schließen. Woher hätte ich es auch besser wissen sollen?

Vor einigen Jahren lieferte mir meine Erfahrung dann doch Anlass für solche Zweifel. Meine Freundlichkeit wurde von Frauen nie erwidert, sondern bloß ausgenutzt. Dabei lag die Schulzeit, in der sich Zuneigung nur gegen die Repression durch Erwachsene und in einem Klima der Scham unter den Gleichaltrigen geltend machen konnte, hinter uns. Wir waren „freie“ Individuen in einer „freien“, manche behaupten sogar: sexualisierten Gesellschaft. Wo also waren der Sex und die freie Liebe? Wann würden die Versprechen, die mir diese Gesellschaft machte, endlich eingelöst?

Dass in einer angeblich so freizügigen Gesellschaft Frauen für Sex und die Simulation von Liebe Geld verlangen können, sollte schon zu denken geben. Dies spricht vielmehr für eine künstliche Verknappung von Sex und Liebe durch die Eigentümer der Sexualmittel, die Frauen. Dass sie das können, verdanken sie dem kapitalistischen Regime des Privateigentums. Zu dieser Erkenntnis zu gelangen, dauerte lange. Im Laufe der Jahre verschaffte ich mir immer mehr Kenntnisse zur Natur der Frau, las u. a. Texte von Esther Vilar, befasste mich mit der Evolutionstheorie und las Texte über Pick Up und Game. Viele Erkenntnisse übernahm ich, vieles verwarf ich. Ich denke, es ist nicht übertrieben, zu behaupten, dass ich als langjähriger Marxist über einen geschärften Blick für jegliche Form der Ausbeutung verfüge. Daher konnte mir nicht entgehen, dass zwischen den Geschlechtern ein strukturelles Ausbeutungsverhältnis vorliegt, dass Frauen mittels ihrer Diktatur des Feminats fast das gesamte Vermögen der Männer abpressen und somit neben dem Kapital eine weitere Klasse leistungsloser Parasiten bilden, die auf Kosten der Arbeiterklasse leben.

Allmählich akzeptiere ich, dass in dieser Gesellschaft Männer von Frauen keine Liebe erfahren können. Dies zu erkennen, ist unendlich schmerzhaft, weil damit auch die letzte Verheißung privaten Glücks in der bürgerlichen Gesellschaft wegbricht. Nicht nur vom Kapital werden Männer ausgebeutet, sondern auch noch privat durch Ausbeuterinnen, die sie sich als vermeintliche Geliebte selbst ins Haus geholt haben. Selbstbetrug jedoch bringt mich nicht weiter, nur die politische Aktion der unterdrückten Klasse kann etwas bewirken.

Ich kann mich wenigstens glücklich schätzen, dass ich nie in Frauen „investiert“ habe. Für viele Männer enden Begegnungen mit den Nutten des Feminats verheerend. Viele zahlen als Lehrgeld mehrere 100.000 €, nur um nach Jahren der Ausbeutung herauszufinden, dass sich die Liebe einer Frau nicht kaufen lässt. Was sich ab und zu kaufen lässt, ist Sex, die Aussicht auf Liebe und bestenfalls die Simulation von Liebe. Wer es angemessen findet, Frauen, also Nutten, zu bezahlen, dem ist schon kaum mehr zu helfen. Leider gibt es noch zu viele Männer, die sich ihrer eigenen Verelendung mit Hingabe widmen, sei es fürs Kapital oder fürs Feminat. Der ganze rechte und prokapitalistische Maskulismus – einen anderen kenne ich nicht – unternimmt auch nichts, um diese Klassengesellschaft aufzuheben.

Noch vor einem halben Jahr hatte ich durchaus den Wunsch, mich von einer Frau finden zu lassen, die mich lieben würde. Davon habe ich Abstand genommen. Mir ist jetzt absolut klar, dass Frauen im kapitalistischen Feminat zur Liebe nicht fähig sind. Ich wüsste gar nicht, was ich mit so einer Nutte anfangen soll. Wollte ich mein Geld verbrennen, würde ich es anzünden, aber bestimmt nicht einer Frau nachwerfen. Brennendes Geld spendet wenigstens Wärme, was eine Frau nicht kann. Ich habe endlich begriffen, dass ich von einem Parasiten, der nur an meinem Geld interessiert ist, keine Zuneigung und Freundschaft erwarten kann. Ich empfinde nichts mehr für Frauen, außer Verachtung. Was mich zu einer Frau hinzieht, wird leicht von all den Attributen übertroffen, die mich abstoßen: ihre Falschheit, ihre Dummheit, ihre unstillbare Gier nach Geld, ihr ewiges Parasitentum, ihre Kaltblütigkeit, ihre totale Verkommenheit, kurz: die Negation aller Menschlichkeit. Für dieses Image sind allein die Frauen selbst verantwortlich.