Vom Überleben als männliche Lesbe im kapitalistischen Feminat

Beiträge mit Schlagwort ‘Cross-Sexualität’

Malesba: Forum für männliche Lesben eröffnet

Ich habe ein Forum für männliche Lesben, Love-Shys und Crossdreamer eingerichtet: Malesba. Dafür besteht ein Bedarf, weil es für männliche Lesben noch gar kein Forum gibt und für Love-Shys und Crossdreamer nur eigenständige Foren. Oft ist es aber unbestimmt oder wechselhaft, wie sich jemand selbst einschätzt, ob als schüchterner Mann oder als Crossdreamer oder irgendetwas dazwischen. Zwischen den Gruppen lässt sich differenzieren, es gibt aber auch viele Überschneidungen. Darum ist es sinnvoll, eine gemeinsame Diskussion für alle diese Gruppen zu ermöglichen, damit alle im Gedankenaustausch voneinander lernen können und sich auch über ihre eigene Situation mehr Klarheit verschaffen können. (mehr …)

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Präzisierungen zu Guydykes und männlichen Lesben

In einer Email hat mir jemand ein paar Einwände und Fragen zu meinem Artikel über Guydykes geschrieben:

die eigentliche frage, die sich stellt, ist, inwiefern sich ein widerspruchsloses bild ergeben kann, wenn ein gd (im engen sinne) nicht gleichzeitig ml (im engen sinne) ist, bzw umgekehrt. denn wenn der guydyke nur lesben begehrt, muss er sich selbstredend für diese attraktiv machen (effeminieren).

Nein, er kann einfach nur die Gesellschaft von Lesben schätzen, ohne selbst eine weibliche Geschlechtsidentität zu haben und ausleben zu wollen. Außerdem begehrt eine männliche Lesbe nicht notwendigerweise nur Lesben. Die begriffliche Trennung ist schon sinnvoll. (mehr …)

Love-Shyness als Epiphänomen von Cross-Sexualität

Crossdressing

Crossdresser und Ehemann

Eine Person ist love-shy genau dann, wenn alle diese Aussagen über sie zutreffen:

  1. Sie hatte nie Geschlechtsverkehr.
  2. Sie geht selten aus, um sich mit Frauen zu treffen.
  3. Sie hatte nie eine gefühlsmäßig enge und bedeutsame Beziehung, die von romantischer oder sexueller Art war.
  4. Sie hat emotional gelitten und leidet weiterhin, weil ihr eine bedeutsame Freundschaft mit einer Frau fehlt.
  5. Sie wird schon beim Gedanken, ungezwungen und freundlich gegenüber Frauen aufzutreten, von Sorge geplagt.
  6. Sie ist heterosexuell.
  7. Sie ist männlich.

(nach Gilmartin: Shyness and Love (1987), S. 117-118)

Was sich wie eine willkürliche Festlegung liest, ist gewissermaßen tatsächlich eine. Eine Aufstellung von Kriterien war erforderlich, damit Gilmartin Probanden für seine Studie finden konnte, um also überhaupt erst eine Auswahl zu untersuchender Personen zu treffen. (mehr …)